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Beschädigtes Schulhaus zum Verkauf freigegeben

RüeggisbergDie Gemeinde will das teilweise zerstörte Schulhaus Helgisried verkaufen. Wem, ist noch nicht klar.

«Das kauft doch niemand», ruft einer der Stimmbürger aus, «das ist wie eine Theaterkulisse.» Gemeint ist das Schulhaus Helgisried. Fast ein Jahr ist es her, seit in Rüeggisberg ein Murgang niederging und den östlichen Teil des Schulhauses fast ganz zerstörte. Im Dezember hatte die Gemeindeversammlung beschlossen, den Schulstandort Helgisried aufzugeben. Am Mittwoch musste sie nun entscheiden, ob sie das Gebäude zum Verkauf freigeben will. Verkauft würden das Schulgebäude, zu dem auch drei Wohnungen gehören, und der Hartplatz. Behalten will die Gemeinde aber die angrenzende Kapelle und den Rasenplatz ennet der Rohrbachgasse. Gemeindepräsident Hans Blatter (SVP) schätzt den Verkaufspreis auf etwa eine halbe Million Franken. Den Vorschlag, das Schulhaus zuerst sanft wiederherzustellen, damit es sich besser verkaufen lässt, lehnte Blatter ab: «Wenn wir nicht wissen, wozu das Gebäude später verwendet wird, können wir nicht sinnvoll investieren.» Das Schulhaus liegt zwar in der öffentlichen Zone, diese lässt sich jedoch in eine Wohn- und Gewerbezone umwandeln. Manche der 41 Anwesenden waren skeptisch, was zukünftige Besitzer angeht: «Werden sie uns auf dem Hartplatz parkieren lassen?» Dies könne man vertraglich festlegen, beruhigte Blatter. Mit vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen stimmten die Rüeggisberger dem Verkauf zu. Der letztjährige Murgang dominierte die Versammlungsthemen. Einstimmig bewilligten die Bürger einen Kredit über 510000 Franken für wasserbauliche Schutzmassnahmen. Ebenfalls einstimmig genehmigten sie die Gemeinderechnung 2010. Obwohl das Unwetter im letzten Jahr zu Mehrausgaben von fast einer Million geführt hatte, schloss die Rechnung im Plus ab. Grund dafür sind höhere Steuereinnahmen und: der Verkauf eines noch intakten Schulhauses in Hinterfultigen. Annatina Foppa>

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