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Berns Festivitäten konkurrieren sich

stadtfestDas Bern-Fest 2013 soll das Buskers-Festival, das dannzumal das 10-jährige Bestehen feiert, nicht konkurrenzieren. Das Buskers-OK staunt dennoch über Parallelen der Anlässe.

Die Besucher sollen entspannt in der Altstadt flanieren, künstlerischen Darbietungen beiwohnen, Marktstände erkunden, sich kulinarisch vergnügen. Menschen jeden Alters soll etwas geboten werden: von Volksmusik bis Hip-Hop, vom Comedian bis zum Improvisationstheater, von lokalen Spezialitäten bis zu Leckereien aus aller Welt. Was an das Strassenkünstlerfestival Buskers erinnert, ist vielmehr die Vorstellung des Gemeinderats, wie das Stadtfest 2013 ausfallen könnte (siehe Ausgabe von gestern). «Wir sind überrascht» Genau das sorgt für Kopfschütteln. «Natürlich muss uns die Stadt nicht um Erlaubnis fragen. Dennoch sind wir überrascht, dass wir bisher gar nichts gehört haben», sagt Christine Wyss. Sie organisiert mit ihrer Schwester Lisette seit 2004 das Buskers-Festival und hat aus der Zeitung von den Festplänen erfahren. Buskers Bern wurde bisher nicht kontaktiert. Das erstaunt bei einem Blick auf weitere Parallelen: Beide Feste finden in der unteren Altstadt statt, das Buskers Mitte August, das Stadtfest eventuell nur zwei Wochen später. «Ich kann nachvollziehen, wenn die Buskers-Organisatoren enttäuscht sind, aber das sind sie zu Unrecht», sagt Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Das Buskers sei seiner Meinung nach derart etabliert, dass es die Konkurrenz nicht fürchten müsse. «Es gibt sicher tatsächlich Berührungspunkte, aber das Stadtfest soll kein zweites Festival für Strassenkünstler werden.» Die Information der Stadt erstaune, sagt Wyss. Zumal dieselbe Präsidialdirektion, die die Verhandlungen mit dem Buskers führt, auch für das Stadtfest verantwortlich zeichnet. Erst müsse der Stadtrat grünes Licht für den Kredit von einer halben Million für das Fest geben, entgegnet Tschäppät. «Wir sind erst ganz am Anfang, da haben wir noch nicht alle möglichen Stellen kontaktiert.» Informiert wurden aber bereits die Burgergemeinde, Bern City, die Vereinigten Altstadtleiste, Bern Tourismus, Gastrostadt Bern, die Hotellerie und der Verein Berner Märit. Problem Gratiseintritt Die Stadt will für ihr Fest keinen Eintritt verlangen. «Wie sollen wir unserem Publikum klarmachen, dass man am Buskers über die Bändeli etwas zahlen soll?«, fragt Christine Wyss. Vor wenigen Tagen haben die Buskers-Organisatoren den neuen Leistungsvertrag 2012–2015 mit der Stadt erhalten. Demnach zahlt die Stadt wie bisher jährlich 100000 an das Budget von rund 450000 Franken. Rund die Hälfte davon muss über den Bändeliverkauf eingenommen werden. Das Budget fürs Stadtfest soll 1,3 Millionen Franken betragen. Tschäppät will nicht ausschliessen, dass es zwischen den Anlässen Synergien geben könnte. «Wir sind offen und würden uns über eine Zusammenarbeit freuen, wenn es Sinn macht», sagt Wyss. «Hingegen möchten wir uns nicht einfach in ein Stadtfest integrieren lassen.» Vor allem nicht 2013: Dann feiert das Buskers sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hätten die Festivalorganisatoren in Erwägung gezogen, zusätzliche Unterstützung zu beantragen. Dies sei bei der Durchführung eines Stadtfestes aber wohl nicht realistisch. Wolf Röcken>

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