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Berner Derby belegt den Trend

UnihockeyDer SV Wiler-

Vier Runden sind gespielt, ein Trend ist bereits ersichtlich. In der Swiss Mobiliar League der Männer ist die Torquote in dieser Spielzeit äusserst hoch. Die verbreitete offensive(re) Spielphilosophie mag teilweise damit zusammenhängen, dass in der Liga neuerdings vorwiegend auf finnische Importkräfte gesetzt wird. 22 Spieler aus dem Land des amtierenden Weltmeisters verteilen sich auf die 12 Vereine, derweil nur noch drei ausländische Akteure die Farben des langjährigen Branchenprimus Schweden vertreten. Das gestrige Spitzenspiel zwischen den Langnauer Tigers und Wiler-Ersigen stützte die Tor-Tendenz: In einer gleichsam unterhaltsamen und von Fehlern geprägten Partie fügte der Serienmeister den Tigers die erste Niederlage zu und siegte 11:9. Zu Beginn der Partie hatte noch wenig auf den späteren Gästejubel hingedeutet: Das Heimteam startete mit dem Selbstvertrauen von 31 erzielten Treffern aus 3 Partien in den Vergleich, liess Wiler wenig Zeit und Raum – und lag nach etwas mehr als acht Minuten bereits 3:0 in Führung. Wilers finnischer Trainer Heikki Luukkonen sah sich zur Auszeit gezwungen, und fortan sollten die Gäste besser ins Spiel kommen. «Dies war aber nicht auf eine Willensleistung unsererseits zurückzuführen – die Tigers haben vielmehr nachgelassen», sagte Christoph Hofbauer. Der Flügelstürmer hatte zur Wende drei Tore beigetragen. Für Wiler steht nach dem Gastspiel in Malans vom Samstag in der kommenden Woche der Champions Cup in Tschechien auf dem Programm. «Das Turnier kommt früh», sagte Hofbauer schmunzelnd, im Wissen, dass beim Meister noch längst nicht alles wie gewünscht funktioniert. Seitens der Tigers war die gestrige Affiche vorab für einen Akteur «ziemlich speziell»: Zuzug Joel Krähenbühl hatte während acht Saisons bei Wiler gespielt. «Wir haben das Spiel aus den Händen gegeben und zuviele Fehler gemacht», befand Krähenbühl – und lag damit richtig. Denn so unterhaltsam der Trend für die Zuschauer auch sein mag, dessen Kehrseite ist auch klar – es gilt die Gleichung: viele Tore = viele Unzulänglichkeiten.Reto Kirchhofer>

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