Zwei Todesfälle erschüttern Suberg

Suberg

Kurz vor zwei Uhr nachts ist am Mittwoch bei der Polizei die Schock­nachricht eingegangen: In einem Einfamilienhaus in Suberg ist ein Ehepaar tot aufgefunden worden.

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Im beschaulichen Suberg ist in der Nacht auf Mittwoch ein Gewaltverbrechen geschehen: Am Brandholzweg 34 sei ein Ehepaar leblos aufgefunden worden. Diese Meldung ging bei der Kantonspolizei Bern kurz vor 2 Uhr nachts ein. Wenig später haben die Einsatzkräfte tatsächlich nur noch den Tod der 61-jährigen Schweizerin und des 65-jährigen Schweizers feststellen können. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Mann und die Frau Opfer eines Tötungsdelikts geworden sind.

Im Ortsteil Suberg, in dem wenig mehr als 600 Menschen leben, versteht man die Welt nicht mehr. «Wir sind schockiert und bedauern ausserordentlich, was geschehen ist», sagt der Gross­affolter Gemeindepräsident Niklaus Marti.

Ein über 20-jähriger Sohn

Am Mittwochnachmittag kurz vor 17 Uhr: Im sonst ruhigen Ein­familienhausquartier ist viel los: Die Polizei hat den Tatort mit einem Band abgesperrt. Auf dem Parkplatz eines Nachbarhauses hat sich der Kriminaltechnische Dienst eingerichtet. Im Haus, in dem die Leichen gefunden wurden, sind die Fensterstoren geschlossen, nichts weist auf den ersten Blick auf einen Einbruch hin.

Der getötete Mann, ein Berufsoffizier, soll erst vor kurzem pensioniert worden sein. Das Paar hatte einen über 20-jährigen Sohn. Ob dieser noch bei den Eltern lebte, will die Polizei nicht sagen. Sie sagt auch nicht, ob er es allenfalls war, der seine Eltern gefunden hat.

War es ein Beziehungsdelikt?

Viele Fragen sind derzeit offen. Etwa, ob ins Haus eingebrochen wurde, wie das Ehepaar ermordet wurde, wo es im Haus gefunden wurde und ob man ein Beziehungsdelikt, also dass sich Opfer und Täter kannten, bereits ausschliesst. «Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Die Täterschaft ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt», sagt Polizeisprecher Dominik Jäggi nur.

Noch am Mittwoch in der Nacht hat die ­Kapo unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kapo zu melden.

Bieler Tagblatt

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