Belp

Zwei Gewitterzellen sorgen für Rekordregen in Belp

BelpIn einer einzigen Stunde regnete es in Belp am Dienstagabend so viel, wie sonst in zwei Wochen. Ursache waren zwei Gewitterzellen, die genau über Belp aufeinander trafen.

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Seit 1901 wird in Belp der Regen gemessen. Durchschnittlich fallen im Monat Mai 123 Millimeter Regen (1 Millimeter = 1 Liter pro Quadratmeter). Am Dienstagabend wurde dieses Monatssaldo schon beinahe erreicht. Mit 73,4 Millimeter war es einer der fünf regenreichsten Tage seit Anbeginn der Messungen in Belp. Noch erstaunlicher: 55,8 Millimeter davon fielen alleine in einer einzigen Stunde.

«Es war eine seltsame Wetterlage», sagt Jürg Zogg von SRF Meteo. Eine Gewitterzelle über dem Emmental zog Richtung Westen, eine Gewitterzelle über dem Freiburgerland Richtung Osten. Über Belp trafen sie schliesslich genau aufeinander. «Die beiden Zellen haben sich gegenseitig in ihrer Wirkung noch verstärkt», sagt Zogg.

Da es in der Höhe beinahe windstill war, zog das Gewitter auch nicht weiter. «Normalerweise fegen diese Gewitterzellen mit einer Südwestströmung von den Voralpen über das Mittelland hinweg», sagt Zogg. Dieses Gewitter aber verharrte über Belp und entleerte sich komplett.

Ein lokales Phänomen

Die Messwerte von anderen Wetterstationen zeigen, dass es sich um ein lokales Wetterphänomen handelte. Bei der Messstation in Bern/Zollikofen wurden am selben Tag 16,9 Millimeter gemessen, in Kiesen waren es gar «nur» 10,9 Millimeter.

Laut Jürg Zogg ist aber auch die geografische Lage von Belp mit Ursache, dass so viel Regen fallen konnte. Wegen der Hügeln rundum kann sich eine Art Trichter bilden. In Bern/Zollikofen wäre das fast unmöglich. Das zeigen auch die Wetterdaten. Der Rekord liegt bei dieser Wetterstation bei 40 Millimeter pro Stunde. Diesen Wert hat Belp am gestrigen Tag um fast 40 Prozent übertroffen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 23.05.2018, 15:44 Uhr

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