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Zum Schlachtgedenken kann die alte Glocke wieder läuten

Damit die fast 700 Jahre alte Pankratiusglocke im Schlossfriedhof Laupen am kommenden 21. Juni wieder gut tönt, nehmen Fachleute sie in die Kur.

Kaputt ist nur die Aufhängung der Pankratiusglocke von 1436.
Kaputt ist nur die Aufhängung der Pankratiusglocke von 1436.
PD

Die Pankratiusglocke, welche im Laupner Schlossfriedhof neben der Kirche hängt, muss saniert werden. Seit Jahrhunderten wird sie jeweils am 21. Juni geläutet, am Gedenktag der Schlacht bei Laupen von 1339. Damit sie auch im kommenden Juni wieder ertönt, befindet sich die Glocke jetzt bei Fachleuten im Luzernischen. Denn plötzlich hatte sich der Glockenton verändert. Und man habe sich nicht getraut, so lange wie sonst zu läuten, sagt Eveline Kocher, Laupner Bau­verwalterin ad interim.

Die Glockensanierung ist auf rund 12'000 Franken budgetiert. Die Kirchgemeinde, die Einwohnergemeinde und die Burger­gemeinde beteiligen sich mit je einem Drittel an diesen Kosten.

Kaputte Aufhängung

Derzeit liegt die Pankratiusglocke bei der Muff AG in Triengen. In Laupen abgeholt hat sie der technische Kundenberater Andreas Lampart. Er hat eine gute Nachricht: «Obschon diese Bronzeglocke 1436 gegossen wurde, ist sie in einem guten Zustand.» Ein Problem bestehe bei der Aufhängevorrichtung aus Stahlbändern, welche die Glocke halten. Diese Bänder sind lose und müssen verstärkt werden. «Damit die Glocke nicht herunterfällt, wenn sie geläutet wird», erklärt Lampart.

Zeugin aus Vorreformation

Die Glocke stammt aus der Zeit vor der Reformation und ist dem heiligen Pankratius gewidmet, wie eine Inschrift zeigt: «Heilige Pankratius, du gnadevoll Chünig, chumm zue nis». Pankratius war ein Märtyrer, der um 304 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet wurde.

Ursprünglich hing die Glocke in einer Kapelle, die dem heiligen Pankratius und der heiligen Katharina geweiht war. Erst 1365 hat der Bischof von Lausanne der Laupner Bevölkerung erlaubt, die Kinder in dieser Kapelle zu taufen. Diese existiert nicht mehr. Was genau nach der Reformation, 1530 passierte, ist un­bekannt.

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