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Zug mit freundlichem Gesicht

Das Mandarinli soll nicht einfach verschwinden: Der RBS will fürs Worblental ein S-Bahn-Fahrzeug beschaffen, das an den knallorangen Pendelzug von heute erinnert.

So sollen die neuen RBS-Züge fürs Worblental (S7) aussehen. Sie werden die heutigen Mandarinli ablösen.
So sollen die neuen RBS-Züge fürs Worblental (S7) aussehen. Sie werden die heutigen Mandarinli ablösen.
zvg/RBS
Die neuen Züge sollen zwischen 2018 und 2020 eingeführt werden.
Die neuen Züge sollen zwischen 2018 und 2020 eingeführt werden.
zvg/RBS
Die alten Züge sind bereits 40 Jahre alt.
Die alten Züge sind bereits 40 Jahre alt.
Stefan Anderegg
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Fabian Schmid geriet unvermittelt ins Schwärmen. Der Direktor des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) hatte sich eigentlich vorgenommen, vor seinen Aktionären über den neuen S-Bahn-Zug für das Worblental zu referieren. Doch dann sprach er vom aktuellen Fahrzeug, und es tönte wie eine Liebeserklärung. Kein Wunder: Das Mandarinli, wie der knallorange Pendelzug im Volksmund genannt wird, ist schon in seiner zu Ende gehenden Betriebszeit eine Legende. Weil es trotz der vierzig Jahre, die es mittlerweile auf dem Buckel hat, die Pendlerströme im Berner Vorortsverkehr nach wie vor zuverlässig bewältigt.

Schmid führte aus, dass auch beim neuen Fahrzeug die runden Formen prägend sein würden. Damit werde es, genau wie das Mandarinli, «mit einem freundlichen, sympathischen Gesicht in die Welt hinausschauen» – flugs enthüllte er ein Modell, das einen ersten Eindruck des neuen Designs vermittelte. Dieses werde so in die bevorstehende Ausschreibung einfliessen, aber nicht zwingend «Millimeter für Millimeter umgesetzt», schränkte er ein.

Allem voran aber muss sich das neue Fahrzeug ab 2018 im Betrieb bewähren, wie Schmid weiter ausführte. Der Direktor wies darauf hin, dass es anders als das Mandarinli nicht aus drei, sondern aus vier Teilen besteht. Und dass es auf jeder Seite nicht über sechs, sondern über acht Doppeltüren verfügt – dies soll ein rasches Ein- und Aussteigen möglich machen. Wenn man bei steigenden Passagierzahlen die Fahrzeiten halten oder gar leicht kürzen wolle, sei das wichtig.

Über andere Annehmlichkeiten, die der neue Zug aufweisen wird, hat der RBS früher berichtet. So ist schon länger klar, dass er über Steckdosen zum Aufladen der Handys verfügt.

Neuer RBS-Bahnhof in Bern

Weiter stellte der Direktor des RBS, Fabian Schmid auch den aktuellen Stand zum Neubau des RBS-Bahnhofs Bern vor. Das Bauprojekt sei so weit fortgeschritten, dass der RBS in diesen Tagen zusammen mit der SBB die Unterlagen dem Bundesamt für Verkehr zur Einleitung des Baubewilligungsverfahrens vorlegen könne. Das Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» beinhaltet unter anderem einen neuen RBS-Tiefbahnhof unter den SBB-Gleisen und die neue SBB-Personenunterführung «Mitte».

BZ/sih/skk

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