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Zehn Millionen für neues Verkehrsmanagement

Mit Ampeln zur Dosierung soll der Verkehr in der nördlichen Agglomeration Berns flüssiger laufen, ohne Strassen auszubauen. Der Regierungsrat hat einen Kredit genehmigt.

Das geplante Verkehrsmanagement in der Region Bern Nord.
Das geplante Verkehrsmanagement in der Region Bern Nord.
zvg

Der Kanton Bern und mehrere Gemeinden wollen im Norden der Agglomeration Bern die Kapazität des Strassennetzes erhöhen, ohne Strassen auszubauen. «Verkehrsmanagement» lautet das Zauberwort, mit dem laut dem kantonalen Baudirektor der Kanton Bern Neuland betritt.

Wie die Kantonsregierung am Donnerstag mitteilte, hat sie für das Projekt einen Bruttokredit von 9,95 Millionen Franken bewilligt. In Betrieb gehen soll das System in rund zwei Jahren.

Ziel des Projekts ist, den Verkehr dort, wo er sich heute häufig staut, sicherer und flüssiger zu machen. Es geht um das Strassennetz in den Gemeinden Ittigen, Bolligen, Moosseedorf, Urtenen-Schönbühl, Münchenbuchsee und Zollikofen sowie im Raum Bern-Wankdorf.

Das Verkehrsmanagement soll die Ortskerne vor Überlastung schützen. Bus, Postauto sowie Fuss- und Veloverkehr sind gleichberechtigte Partner.

Ampeln, Bus-Bevorzugung...

Das Verkehrsmanagement basiert auf mehreren Massnahmen zur Beeinflussung des Strassenverkehrs. Dazu gehören Lichtsignalanlagen an den Ortsrändern zur Dosierung des Verkehrs, die Bevorzugung von Bus und Postauto sowie Verkehrs-Informationstafeln mit Hinweisen zu Reisezeiten.

In Zusammenarbeit mit dem Bund sind zudem verkehrslenkende Massnahmen bei den Autobahnanschlüssen geplant. Denn wenn der Verkehr auf der Autobahn fliesse, heisst es in der Mitteilung, könne der Ausweichverkehr durch die Quartiere am einfachsten vermieden werden.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 13 Millionen Franken. Nach Abzug der Beiträge der Gemeinden und des Bundes verbleiben dem Kanton Kosten von rund 7,5 Millionen Franken. 3,4 Millionen Franken kommen aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes.

Der kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektor Christoph Neuhaus sagte laut Redetext an einer Medienkonferenz vom Donnerstag in Bern, neuartig sei das Projekt, weil es grossflächig den Verkehr verflüssige und ohne Ausbau der Strasse auskomme. In Zürich, Lausanne und ansatzweise in anderen Städten funktioniere das bereits.

Zwei Informationsabende

An zwei Informationsabenden stellen die Verantwortlichen das Projekt der Bevölkerung vor. Sie finden am Dienstag, dem 19. März, in Moosseedorf und am Donnerstag, dem 21. März, in Ittigen statt.

SDA/mb

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