Beachcenter Bern: Zehn Jahre sollen erst der Anfang sein

Das Beachcenter Bern ist die grösste Beachvolleyball-Anlage der Schweiz. Und obwohl die Stadt Bern Pläne hat, wie sie den Standort im Beaumont anders nutzen könnte, hält es sich seit mittlerweile zehn Jahren dort.

Das Beachcenter Bern ist die grösste Beachvolleyball-Anlage der Schweiz.

Das Beachcenter Bern ist die grösste Beachvolleyball-Anlage der Schweiz.

(Bild: Christian Pfander)

Annic Berset

Die Stadt Bern informierte unlängst darüber, wie sie das Areal auf der Goumoënsmatte im ­Beaumontquartier künftig zu nutzen gedenkt. An diesem Standort soll dem steigenden Bedarf an Schulraum Abhilfe geschaffen werden, deshalb ist eine Turnhalle und ein Schulhaus für 23 Klassen vorgesehen. Das ­Beachcenter Bern und die Skateranlage, die sich im Moment dort befinden, sollen dabei erhalten bleiben.

Seit nunmehr zehn Jahren befindet sich die grösste Beachvolleyball-Anlage der Schweiz auf dem ehemaligen Gelände des Tennisplatzes Beaumont und hat sich mittlerweile als Nationales Leistungszentrum etabliert. Ausserdem hat der Bund die Anlage zu einer Stätte von nationaler Bedeutung ernannt. Das wird am 2. September mit einem grossen Jubiläumsfest gefeiert.

Eine Heizung für den Sandplatz

«2007 hat eine Gruppe ganz klein angefangen und quasi auf den alten Tennisplätzen Sand angehäuft», erzählt das Vorstandsmitglied des Beachcenters Patrick Herren. So seien die sechs Aussenfelder entstanden.

Die Halle mit drei weiteren Feldern wurde zwei Jahre später errichtet und war die erste ihrer Art in der ganzen Schweiz. «Vor allem der Fakt, dass wir den Sand temperieren, macht die Konstruktion einzigartig», sagt Patrick Herren.

Mittlerweile boomt der Bau solcher Beachvolleyballanlagen in der ganzen Schweiz. Und häufig kommen die Verantwortlichen für die Planung nach Bern, um Rücksprache mit dem Beachcenter zu nehmen. Patrick Herren begrüsst es, dass weitere solche Anlagen entstehen, «denn das Beachcenter ist voll ausgelastet.» Im Winter hätten die Verantwortlichen kein Problem, die drei Innenfelder doppelt zu vermieten.

Unsicherheiten bei der längerfristigen Planung

So attraktiv der Standort für die Betreiber der Anlage ist – nahe an Bahn-, Bus- und Tramlinie –, so ist er es auch für die Stadt Bern. Aus diesem Grund sei es während der letzten zehn Jahre jeweils schwierig gewesen, von der Stadt längerfristige Verträge für das Zentrum zu erhalten.

«Diese Unsicherheit ist manchmal schon etwas schwierig», gibt Patrick Herren zu. Denn das Beachcenter arbeitet eng mit Swissvolley zusammen, das die besten Sandduos der Schweiz im Beaumont trainieren lässt. Diese seien angewiesen auf optimale Trainingsmöglichkeiten, am liebsten während einer Olympiaperiode, die vier Jahre dauert. «Wenn wir ihnen das nicht bieten können, muss sich Swissvolley natürlich nach anderen Optionen umsehen», erklärt Herren.

Ausserdem sei das Beachcenter eine Non-Profit-Organisation, praktisch alle Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Das Geld, das mit der Anlage verdient wird, wollen die Verantwortlichen auch wieder investieren, «aber», so Patrick Herren, «wenn wir eine Lüftung für 20'000 Franken einbauen und wir nicht wissen, ob wir zwei Jahre später noch hier sein können, ist das ungünstig».

Gleichzeitig hält er aber fest: «Solange wir in den Projekten der Stadt eine Rolle spielen und das Beachcenter bleiben kann, stehen wir voll und ganz hinter diesen Planungsarbeiten.»

Berner Zeitung

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