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YB und SCB müssen noch nicht mehr an Sicherheitskosten bezahlen

Der FC Basel bezahlt ab der Saison 2010/2011 massiv mehr an die Sicherheitskosten. Bern dagegen schont seine Klubs.

Polizisten, FCB-Fans und ein Zaun: Die Sicherheit an Fussballspielen verschlingt viel Steuergelder.
Polizisten, FCB-Fans und ein Zaun: Die Sicherheit an Fussballspielen verschlingt viel Steuergelder.
Urs Baumann

Die Basler bitten ihren Fussballklub zur Kasse. Zwar bezahlt der FCB bereits jetzt bedeutend mehr als die Berner Sportklubs an die Sicherheitskosten. Ab der Saison 2010/2011 hat er sich jedoch bereit erklärt, pauschal Fr.1.80 pro Matchbesucher an die Sicherheit zu zahlen. Zudem unterschrieben FCB, Basel-Stadt und Baselland eine Vereinbarung, wonach vor jeder Saison ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet werden muss, Feuerwerkskörper verboten bleiben und im Stadion nur noch Leichtbier mit weniger als drei Prozent Alkohol verkauft wird. Die Vereinbarung folgt jener, auf die sich Kantone, Fussballverband und Profiliga im April geeinigt hatten.

In Bern, das wie Basel gewaltbereite Fans kennt, will der Gemeinderat von einer höheren Kostenbeteiligung noch immer nichts wissen. «Unsere Vereinbarungen mit SCB und YB decken sich weitgehend mit dem Mustervertrag», sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP). So gebe es auch in Bern –je nach Lageanalyse der Polizei –in gewissen Stadionsektoren nur Leichtbier. Nauses Ziel ist es, das Polizeiaufgebot an den Sportanlässen herunterzuschrauben. Dafür will er die Lücke im Sicherheitszaun zwischen dem Stade de Suisse und dem Bahnhof Wankdorf schliessen. Für die Kosten von 100'000 bis 200'000 Franken komme YB auf, so Nause. Auch setzt der Sicherheitsdirektor darauf, dass sich die Fanarbeit Bern gegen Pyro bekennt. «Das wäre eine Gegenleistung für die finanzielle Unterstützung der Stadt.»

Dass die Klubs mehr zahlen müssen, sieht Nause als letzte Möglichkeit: «Können wir das Polizeiaufgebot bis Frühling 2011 nicht senken, dann müssen wir mit den Klubs noch mal über ihre Kostenbeteiligung sprechen», sagt der Sicherheitsdirektor.

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