Wyss setzt sich im Gemeinderat durch – sie wird Verkehrsdirektorin

Bern

Der Gemeinderat hat am Mittwoch die Direktionen verteilt. Ursula Wyss (SP) erhält mit dem Tiefbau und dem Verkehr ihre Wunschdirektion. Für Franziska Teuscher (GB) bleibt die Bildungs- und Sozialdirektion übrig.

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Tobias Habegger@TobiasHabegger

Die fünf frisch gewählten Berner Gemeinderatsmitglieder trafen sich am Mittwoch im Brienzerzimmer des Bundeshauses zu ihrer ersten Sitzung. Dort verteilten sie untereinander die fünf Direktionen. Wobei im vornherein klar war, dass Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) die Präsidialdirektion erhält und Reto Nause (CVP) wie bisher der Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie vorsteht. Die verbleibenden drei Direktionen mussten auf die neuen Gemeinderatsmitglieder verteilt werden.

Gemäss einer Medienmitteilung kam diese Verteilung «einvernehmlich» zustande. Einvernehmlich war auch das Wort, das die Gemeinderatsmitglieder auf Anfrage dieser Zeitung am meisten betonten.

Teuscher freut sich trotzdem

Die Siegerin der ersten Gemeinderatssitzung heisst Ursula Wyss, die bei den Gemeinderatswahlen am 25.November am meisten Stimmen erhalten hatte. Mit der Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün (TVS) hat die Nochnationalrätin nun – wie erwartet – ihre Wunschdirektion erhalten. «Diese Themen liegen mir», sagte Wyss. «Auch in der Stadtpolitik war ich in Verkehrsthemen aktiv. Ich war unter anderem Gründungsmitglied des Vereins Läbigi Stadt.»

In den sauren Apfel beissen muss Franziska Teuscher (GB). Auch sie hätte gerne die TVS übernommen. Doch sie wurde in die Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) gesetzt. Dazu sagte Alexander Tschäppät: «Rot-Grün-Mitte hatte schon zuvor diese drei Direktionen. Es wäre ein Paradigmenwechsel gewesen, wenn RGM plötzlich eine andere Direktion übernommen hätte.» Und Franziska Teuscher betonte: «Ich arbeite mich mit Freude in die neuen Themen ein.» In ihrer kurzen Zeit als Stadträtin habe sie 1989 eine Motion für mehr Kita-Plätze verfasst, die vom Rat überwiesen worden sei. «Jetzt kann ich mich im Gemeinderat wieder dem Kita-Thema annehmen. Es hat noch nicht genug Kita-Plätze.»

Nause wird Vizepräsident

Finanzdirektor wird Alexandre Schmidt (FDP): Er sei dankbar, dass man ihm den Geldsäckel der Stadt Bern anvertraue, sagte er. «Als Finanzdirektor muss ich unbequem und hartnäckig sein.»

Reto Nause (CVP) bleibt Sicherheitsdirektor. Ab dem neuen Jahr ist er zudem Stellvertreter von Alexander Tschäppät als Stadtpräsident. «Ich fühle mich geehrt, dass ich Vizepräsident werde», sagte er. Das bringe vor allem repräsentative Aufgaben mit sich.

Berner Zeitung

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