Zum Hauptinhalt springen

Ab Montag führt eine Notbrücke ins Wylergut

Weil die SBB im Wankdorf die nächsten sechs Jahre einen Tunnel bauen, gibt es ab Montag beim Wylerbad während eines Jahres nur noch eine Notbrücke über die Geleise.

Die Notbrücke hinter der Scheibenbrücke führt während der Umbauarbeiten über die Gleise.
Die Notbrücke hinter der Scheibenbrücke führt während der Umbauarbeiten über die Gleise.
Stefan Anderegg

Die SBB bauen im Wankdorf einen Tunnel — und Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) denkt gleich an die SCB- und YB-Fans: «Für sie wirds gut. Sie können künftig im Wankdorf ebenerdig in den Zug steigen», sagte sie am Freitag zum offiziellen Baubeginn des 270 Millionen Franken teuren Bauwerks neben dem S-Bahnhof.

Auch die mehreren Tausend Pendler, die täglich am Bahnhof Wankdorf ein- und aussteigen, werden vom Tunnelbau profitieren. Die SBB bauen nämlich ein neues Perron, das direkt vom Max-Dätwyler-Platz und von der Bus- und Tramendsta­tion erreichbar ist. So bleibt künftig zumindest einem Teil der Reisenden der umständliche Weg über die Überführung erspart.

Vorerst müssen Pendler und Anwohner allerdings Baustellen und Lärm in Kauf nehmen. Ab Montag wird die Scheibenbrücke, die vom Wylerfeld ins Wylergut führt, abgebrochen. Die Autofahrer müssen den Umweg über die Stauffacherbrücke nehmen. Für Fussgänger und Velofahrer hat die Stadt erreicht, dass ihnen die SBB eine provisorische Brücke neben der alten erstellt haben. In einem Jahr ist die neue, längere Scheibenbrücke fertig. Dann nehmen die SBB die Stauffacherbrücke in Angriff.

Anwohner werden informiert

Denn auch sie muss künftig länger sein, damit sie die neuen Gleisanlagen überspannt. Für die Stauffacherbrücke wird es allerdings während der Bauzeit keinen provisorischen Ersatz geben. Derzeit geht es auf der neuen Grossbaustelle im Wankdorf noch ziemlich ruhig zu. Wann genau die Anwohner und Gewerbetreibenden mit Lärm und Erschütterungen rechnen müssen, kann Projektleiter Ruedi Burri noch nicht sagen. Er verspricht aber: «Wenn es sehr lärmig wird oder in der Nacht gearbeitet wird, werden wir die Anwohner informieren.»

Die Bahnbenutzer werden von der Baustelle kaum etwas bemerken. Die SBB bauen den neuen Tunnel, weil sich bisher die S-Bahn- und die Schnellzüge im Nadelöhr Wankdorf häufig in die Quere kommen: Immer wieder müssen Schnellzüge warten, weil die S-Bahn beim «Abbiegen» in Richtung Thun die Gleise queren muss. Dank des neuen Tunnels können sich die Züge künftig ober- und unterirdisch kreuzen.

Das ganze Bauwerk ist fast 900 Meter lang. 300 Meter misst der eigentliche Tunnel und weitere je 300 Meter die beiden Rampen vor und nach dem Tunnel. Vom Tunnelbau wird allerdings die nächsten zwei Jahre noch nichts zu sehen sein. Die SBB müssen zuerst die bestehenden Geleise so verlegen, dass sie überhaupt den Tunnel graben können. Insgesamt dauert es sechs Jahre, bis die Züge im Wankdorf zum Kreuzen in den Untergrund tauchen ­werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch