Wuschu und Stapi befreiten den Bären

Bern

Zum Auftakt der Berner Fasnacht wurde am Donnerstagabend der Bär aus dem Käfigturm befreit. Dabei erhielt der Stadtpräsident prominente Unterstützung.

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Am Donnerstagabend wurde in Bern wieder der Bär losgelassen. Mit der traditionellen Bärenbefreiung fiel der Startschuss zur dreitägigen Fasnacht in der Hauptstadt. In diesem Jahr erhielt der Stadtpräsident Alec von Graffenried bei der Befreiung des Fasnachtsbären aus dem Winterschlaf prominente Unterstützung. YB-Sportchef Christoph Spycher war mit von der Partie.

Und kaum war der Bär losgelassen, legte er gemeinsam mit einer Tanzgruppe ein fetziges Tänzchen aufs Parkett.:

Video: Claudia Salzmann

Auf die Bärenbefreiung folgt traditionell das «Usschwärme» der Narren zur Schnitzelbank-Soirée in den Altstadtbeizen und zu einer langen ersten Nacht. Am Freitagnachmittag steht die ebenfalls zur Tradition gewordene «Chinderfasnacht» auf dem Programm. Nach dem Umzug versammeln sich die kleinen Narren unter dem Motto «Weder Fisch no Vogu» rund um das Münster. Am Freitagabend locken ein Fackelumzug und die Häxefasnacht in die historischen Gassen der unteren Altstadt.

«Poetischen Fasnacht»

Leiserere Töne zu hören gibt es am Samstagmorgen an der «Poetischen Fasnacht» mit Schnitzelbänken und Musik auf zwei Open-Air-Bühnen. Zudem präsentiert das Fasnachts-Gasse-Theater frei nach Wilhelm Tell «Ä SCHILLERndi Zirkus-VorsTELLig». Zum grossen Fasnachtsumzug mit gegen 50 Guggenmusiken und Kostümgruppen werden am Samstagnachmittag Tausende von Schaulustigen erwartet. Die Berner Fasnacht ist nach Basel und Luzern die drittgrösste der Schweiz.

Erste historische Belege für eine Fasnacht in Bern gibt es bereits im frühen 15. Jahrhundert. Mit der Reformation verstärkte sich die Fasnachtsfeindlichkeit der bernischen Obrigkeit. Es gab verschiedene Versuche, in Bern wieder eine Fasnacht zu etablieren. Dies gelang aber erst 1982.

sih/sda

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