Wo Post-Lehrlinge wie bei Google arbeiten

Bern

Am neuen ICT-Campus in der Engehalde bildet die Post Lernende der Informatik, der Mediamatik und im KV-Bereich aus. Das Arbeitsklima verströmt einen Hauch Google-Atmosphäre.

Hier lernen sie die Grundlagen: Informatiklernende im neuen ICT-Campus der Post.

Hier lernen sie die Grundlagen: Informatiklernende im neuen ICT-Campus der Post.

(Bild: Stefan Anderegg)

Tobias Habegger@TobiasHabegger

Wenn ein ICT-Lehrling (Informations- und Kommunikationstechnik) der Post einen Einfall hat, dann kritzelt er seine Gedanken womöglich mit einem Stift direkt an die weisse Wand. Falls aber der kreative Gedankenfluss gerade stockt, dann lüftet sie oder er den Kopf beim Pingpongspielen oder lehnt sich mit einem Getränk und dem Laptop auf dem Sofa zurück.

Im neu eröffneten ICT-Campus in der Berner Engehalde bildet die Post seit August dieses Jahres 38 Lernende aus den Berufsgattungen Informatik, Mediamatik und KV aus. «Mit diesem Campus wollen wir uns als grösste Informatikfirma im Kanton Bern positionieren», sagt Yves-André Jeandupeux, Mitglied der Post-Konzernleitung.

Die Post verfolgt zwei Ziele: Zum einen benötigt der Konzern neue Fachkräfte im Bereich Informatik und Mediamatik. «In den nächsten zehn Jahren geht ein grosser Teil unserer IT-Spezialisten in Pension», sagt Pierre Marville, Leiter Berufsbildung bei der Post. Zum anderen will die Post einen Beitrag leisten, um den generell wachsenden Bedarf an ICT-Fachkräften sicherzustellen. Zum Vergleich: Neben den 38 Lernenden im neuen ICT-Campus der Post bilden alle Firmen im Kanton Bern derzeit gemeinsam 1590 ICT-Fachkräfte aus.

Die Regeln sind locker

Im ICT-Campus in der Engehalde sitzen die Lernenden der Basisausbildung brav aufgereiht an ihren Arbeitsplätzen hinter den Bildschirmen und lernen das Einmaleins der Informatik. Einen Stock tiefer geht es ungezwungener zu und her. Hier ist ein sogenanntes Power Team am Werk. Dieses arbeitet bereits an Projekten aus dem richtigen Wirtschaftsleben.

Die Aufträge stammen von der Post und von Postfinance, aber auch von externen Kunden. Da unten spürt man einen Hauch Google-Atmosphäre. Die Regeln sind locker, erlaubt ist vieles. Immer mit dem Ziel, dass die jungen Menschen vernetzt und kreativ arbeiten und sich gemeinsam zu guten Leistungen pushen.

Berner Zeitung

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