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Wo geht mein Kind in den Ausgang?

Am Samstag findet im Rahmen des Tages der offenen Clubtüre in Bern eine Führung statt. Eine Kulturjournalistin, die auch Musik macht und junge Nachtschwärmer unterrichtet, führt durch fünf bekannte Lokale.

Claudia Salzmann
Gisela Feuz führt am Samstag durch fünf Berner Nachtlokale. Sie ist Kulturjournalistin, Lehrerin und Musikerin.
Gisela Feuz führt am Samstag durch fünf Berner Nachtlokale. Sie ist Kulturjournalistin, Lehrerin und Musikerin.
Claudia Salzmann
Die Tour geht weiter zum ISC und danach ins Bierhübeli (im Bild). Ein Blick in den Backstage.
Die Tour geht weiter zum ISC und danach ins Bierhübeli (im Bild). Ein Blick in den Backstage.
Claudia Salzmann
Auch im Dead End macht man Halt. Die Bar finanziert die 20 Schlafplätze im darüber liegenden Sleeper.
Auch im Dead End macht man Halt. Die Bar finanziert die 20 Schlafplätze im darüber liegenden Sleeper.
Claudia Salzmann
Eine Nacht kostet 5 Franken, ein Bier auch.
Eine Nacht kostet 5 Franken, ein Bier auch.
Claudia Salzmann
Im ersten Stock gibt es drei Schlafräume, zwei für Männer und einen für Frauen (im Bild).
Im ersten Stock gibt es drei Schlafräume, zwei für Männer und einen für Frauen (im Bild).
Claudia Salzmann
Der Sleeper: Ganz hinten ist das Büro, das von den Bewohnern nicht betreten werden darf und auf der rechten Seite die Schlafzimmer.
Der Sleeper: Ganz hinten ist das Büro, das von den Bewohnern nicht betreten werden darf und auf der rechten Seite die Schlafzimmer.
Claudia Salzmann
Fünfte Station ist die Reitschule. Im Bild der Dachstock, wo vorgeführt wird, wie laut ein Konzert sein muss.
Fünfte Station ist die Reitschule. Im Bild der Dachstock, wo vorgeführt wird, wie laut ein Konzert sein muss.
Claudia Salzmann
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Wer auf Clubsafari geht, wie die Führung während des Tages der offenen Clubtüre heisst, lernt fünf Lokale des Berner Nachtlebens kennen. «Die Interessierten sind meist ältere Semester, die wissen wollen, wo ihre Kinder ausgehen», sagt Gisela Feuz. Sie ist Kulturjournalistin, Gymerlehrerin und Musikerin. Dadurch kann sie auch das Nachtleben aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Die Tour startet im Bonsoir in der Aarbergergasse, wo steigende Gagen von DJs, Gratishaltung der Jugend und die pulsierende Ausgehmeile Thema sein werden. Danach geht es via Bierhübeli, Dead End, ISC in die Reitschule. «Klar, haben viele Fragen zur Reitschule, aber was den Leuten bleibt, ist das Dead End», sagt Feuz. Viele denken, das sei ein komischer Laden. «Wer durch die Notschlafstelle geht, die Gassenküche sieht und das soziale Engagement realisiert, ist beeindruckt», sagt Feuz weiter.

Auch musikalisch gibt die Tour was her: Im ISC spielt extra für die Clubsafari eine Band, und im Dachstock zeigt ein Techniker, wie laut ein Konzert sein muss. «In der Reitschule interessiert auch, wie hoch der Eintritt ist und was ein Bier kostet. Und natürlich, ob für die Sicherheit ihrer Kinder gesorgt ist.»

Was von Reitschülern in einer vorherigen Clubsafari spontan gestartet wurde, wird auch heuer wieder angeboten: eine Führung durch die gesamte Reitschule. «Uns ist wichtig, dass die Reitschule als Ganzes wahrgenommen wird. Es gibt günstige Konzerte, feines Essen, ein Dojo, ein Kino und ein Theater. Und in der Schreinerei und der Druckerei werden Menschen ausgebildet», so Feuz.

Oft hätten die Leute ja nur die negativen Schlagzeilen im Kopf und würden denken, dass es nur «Lämpe» auf dem Vorplatz und rund um die Reitschule gebe. «Mein Traumzielpublikum wären Eltern und Grosseltern, die Fragen stellen. So können Vorurteile abgebaut werden. Und wir verstehen uns alle besser.»

Clubsafari: Start um 15 Uhr im Club Bonsoir, Aarbergergasse, Dauer zwei bis drei Stunden. Findet bei jeder Witterung statt. Kostenlos. info@buck-bern.ch

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