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«Wo die Radiobeiträge produziert werden, ist zweitrangig»

SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina verteidigt den Entscheid, Ende 2020 das Radiostudio von Bern nach Zürich zu verlagern. Hatte die SRG die Umzugspläne schon vor der No-Billag-Abstimmung in der Schublade? Nein, beteuert er.

Philippe Müller
Verteidigt den Entscheid, das Radiostudio von Bern nach Zürich zu verlagern: SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina.
Verteidigt den Entscheid, das Radiostudio von Bern nach Zürich zu verlagern: SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina.
Nicole Philipp

Herr Cina, Sie hätten dieses Interview womöglich lieber in Zürich geführt.Jean-Michel Cina:Nein, überhaupt nicht. Bern ist und bleibt für die SRG einer der wichtigsten Standorte. Deshalb führe ich das Gespräch gerne hier.

Seit dem Entscheid, grosse Teile des Radiostudios nach Zürich zu verlagern, sind Sie in der Bundesstadt aber Persona non grata. Das Vertrauen in die SRG-Spitze ist massiv beschädigt. Verstehen Sie das?Ich habe für die Unsicherheiten und die allfällige Enttäuschung von Mitarbeitenden durchaus Verständnis. Aber ich hoffe, dass wir bald wieder auf sachlicher Ebene diskutieren können und auch die Berner Regierung anerkennt, dass die SRG die Inlandberichterstattung künftig in Bern gar noch ausbauen wird. Zudem bleiben das Regionaljournal Bern Freiburg Wallis sowie natürlich das Studio Bundeshaus hier, zudem bauen wir eine mehrsprachige Redaktion und eine digitale Plattform auf. Die SRG wird auch nach der Teilverlagerung des Radiostudios nach Zürich 550 Mitarbeitende in Bern beschäftigen.

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