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Wirtschaftsverbände fordern Ende des Protestcamps

Das Anti-Atomkraft-Protestcamp vor dem Sitz des bernischen Energiekonzerns BKW in Bern ist für mehrere Wirtschaftsverbände aus Stadt und Region Bern nicht mehr tragbar.

Die Berner Wirtschaftsverbände fordern eine Auflösung des Camps.
Die Berner Wirtschaftsverbände fordern eine Auflösung des Camps.
Stefan Anderegg

Sie fordern den Gemeinderat in einem offenen Brief auf, «endlich» gegen das Lager vorzugehen.

Die Verbände seien «sehr besorgt» darüber, dass die Stadt Bern während Wochen ein «wildes Camp» vor dem Hauptsitz einer «renommierten Firma mit zahlreichen Geschäftsbesuchern aus dem In- und Ausland duldet», heisst es in dem am Freitag veröffentlichten Brief.

Camp führe zu Imageschaden

Dieses Camp führe zu einem «nicht zu unterschätzenden Imageschaden» für den gesamten Wirtschaftsstandort Bern. «Bei allem Verständnis für die Ausübung der Meinungsäusserungsfreiheit» handle es sich beim Camp um eine «nicht bewilligte Demonstration». Es sei fraglich, wie sich die Hauptstadtregion Bern glaubwürdig profilieren wolle, wenn Bern einen Rechtsbruch längere Zeit dulde.

Absender des Briefs sind BernCity, die Sektion Bern des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern, der Hauseigentümerverband von Bern und Umgebung, die KMU der Stadt Bern und der Verband der Arbeitgeber der Region Bern.

Bei BernCity handelt es sich um einen Zusammenschluss der Berner Spezialgeschäfte, des City-Verbands Bern und des Berner Oberstadtleists.

Seit Anfang April zelten Anti-AKW-Aktivisten im kleinen Park vor dem BKW-Hauptsitz. Ein grosses Spruchband zwischen zwei Bäumen fordert die sofortige Abschaltung des Kernkraftwerks Mühleberg, das der BKW gehört. Auslöser für das Camp war die Atomkatastrophe in Japan.

Der Berner Gemeinderat will dem Protestcamp ein Ende bereiten, setzt aber bisher auf den Dialog. Es sind Gespräche vereinbart worden, doch gibt die Stadt nicht bekannt, wann diese stattfinden. Kommuniziert werde, wenn der Gemeinderat in dieser Angelegenheit einen Entscheid gefällt habe, sagte der städtische Informationschef am Donnerstag auf Anfrage.

(SDA)

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