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Wirtewechsel im «Casa Marcello»

Nach 32 Jahren zieht sich «Casa Marcello»-Wirt Pesche Michel zurück. Die Kneipe soll jedoch ihren eigentümlichen Charakter behalten. «Wir wollen nichts verändern», versichert der Nachfolger.

Pesche Michel am Weihnachtsabend: An den Feiertagen offerierte der «Casa Marcello»-Wirt jeweils Gratis-Essen für Randständige. (Archivbild Dezember 2012)
Pesche Michel am Weihnachtsabend: An den Feiertagen offerierte der «Casa Marcello»-Wirt jeweils Gratis-Essen für Randständige. (Archivbild Dezember 2012)
Iris Andermatt

Eine Kneipe wie das «Casa Marcello» gibt es in Bern kein zweites Mal. Die meisten Passanten, die der Durst plagt, machen wohl einen Bogen um die schummrige Spelunke an der Aarbergergasse 19. So sind es doch hauptsächlich Leute mit Alkohol- und Drogenproblemen, welche dort ein und aus gehen. Doch für genau jene Klientel, die sich andernorts das Essen nicht leisten kann oder gar nicht erst willkommen ist, figuriert das «Casa Marcello» wie ein zweites Wohnzimmer.

Untrennbar damit verbunden ist Pesche Michel. Seit über 30 Jahren verköstigt der Wirt zusammen mit seiner Frau Gisela die Kundschaft mit günstigem Essen («Füfliber-Menu») und natürlich viel Bier. Und das 365 Tage im Jahr. Doch damit soll nun Schluss sein. Im Mai dieses Jahres will Pesche Michel sich zurückziehen – nach genau 32 Jahren, wie «Der Bund» am Montag berichtet. «Es ist Zeit. Ich bin langsam ausgebrannt», sagt er gegenüber der Zeitung.

Droht nun also der letzten Kneipe, wo Randständige problemlos einkehren können, das Aus? Der Nachfolger von Michel verneint. «Das Casa Marcello ist Kult. Wir wollen nichts verändern», sagt der zukünftige Pächter Roland Staudenmann gegenüber dem «Bund». Er ist der Gründer mehrerer Bars in Bern (Wunderbar, Taxibar, Jack Klub). Mit drei weiteren Geschäftspartnern will er ab Juni das Casa Marcello weiterführen – mit der Unterstützung der bisherigen Angestellten.

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