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Wird die Stadt zur Retterin?

Nach dem Rückzug des Kantons könne nur noch der Berner Stadtrat den Gaskessel retten. Dies behauptet der Vorstand des Kulturbetriebs und fordert, dass der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung über eine entsprechende Motion diskutiert.

Im 2013 wird der Kanton und nicht mehr die Stadt für das Jugend- und Kulturzentrum zuständig sein.
Im 2013 wird der Kanton und nicht mehr die Stadt für das Jugend- und Kulturzentrum zuständig sein.
Urs Baumann

Vom Kanton Bern wird das Stadtberner Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel nur für das Jahr 2013 finanziert. Danach soll die Stadt die Kosten in Höhe von rund 400000 Franken pro Jahr voraussichtlich wieder selbst berappen. Deshalb sehen sich die Mitarbeiter des Gaskessel vor dem Aus.

Nur der Stadtrat könne ihren Kulturbetrieb jetzt noch retten, sagt Gaskessel-Teamleiter Francisco Droguett. In der Motion des Berner Stadtrats Manuel C.Widmer (GFL) sieht er einen letzten Rettungsanker. Die Motion mit dem Titel «Der Gaskessel gehört der Berner Jugend – und so soll es auch bleiben!» steht am nächsten Donnerstag auf der Traktandenliste. Die Motion fordert unter anderem eine bessere Erschliessung, Sanierungsmassnahmen und eine Lockerung der Überzeitbewilligung.

Eine Ablehnung der Motion bedeute mittelfristig das Aus für die Jugendarbeit im Gaskessel, ist der Vorstand des Gaskessel überzeugt. «Dies ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in welchem die Nachtleben-Diskussion besonders drängt», beklagt Droguett. Zur Nachtleben-Thematik könne der Gaskessel mit seinem jahrelangen Know-how rund um Jugend und Ausgang Wesentliches beitragen. «Es braucht dringend ein klares Ja der Stadt zum Gaskessel, ein Ja, das über Absichtserklärungen und Lippenbekenntnisse hinausgeht», so Droguett. Am verbindlichsten ginge dies mit der Annahme der Motion.

Der Kanton kommt nur im Jahr 2013 für den Gaskessel auf. Es gab Pläne, wonach der Kanton ab 2013 den Gaskessel von der Stadt übernommen hätte. Dies, weil der Gaskessel ein überregionales Angebot der Jugendarbeit darstelle, aber auch um die Stadt finanziell zu entlasten. Weil aber das Geld beim Kanton knapp ist, wurde dieser Plan auf Eis gelegt. Für 2013 hat der Kanton die Stadt ermächtigt, einen Leistungsvertrag mit dem Gaskessel abzuschliessen. Der Kanton bezahlt die Stadt, die Stadt bezahlt den Gaskessel. Von den 400000 Franken bleiben nach der Miete noch etwa 250000 Franken für die Jugendarbeit. Der Kulturbetrieb finanziere sich selbst, so der Vorstand des Gaskessel.

BZ/rah

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