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«Wir produzieren abartig viel Abfall»

Eigenes Tupperware mitbringen, wiederverwertbares Geschirr verwenden, nicht zu viel bestellen: Die Teilnehmer einer Strassenumfrage in Bern möchten einen Beitrag zur Abfallreduktion in ihrer Stadt leisten.

<em>Video-Umfrage auf dem Berner Waisenhausplatz. Video: Christian Häderli und Florine Schönmann</em>

«Bern ist eine super-saubere Stadt!» In diesem Punkt sind sich alle einig: Montagmittag, kurz nach 13 Uhr, die Temperaturen in der Berner Innenstadt sind bereits frühlingshaft warm. Entsprechend gut besetzt ist der Waisenhausplatz mit Leuten, die hier ihre Mittagspause geniessen. Viele gehen in der nahen Umgebung zur Schule oder arbeiten in der Stadt.

Einige von ihnen erklären sich bereit, an einer Strassenumfrage teilzunehmen (siehe Video oben). Erstaunlich ist: Alle Befragten betonen, dass sie sich in ihrem Alltag Mühe geben, möglichst wenig Abfall zu produzieren. «Es werden abartig viele Dinge einfach weggeworfen», sagt etwa ein junger Mann, der den Müll reduzieren will, indem er sich beim Take-Away stets ein selbst mitgebrachtes, abwaschbares Tupperware abfüllen lässt.

Befragte finden Sauberkeitsrappen unterstützenswert

Am Montag hat die Stadt Bern angekündigt, einen Sauberkeitsrappen einzuführen. Mit der Abfallgebühr möchten die Behörden erreichen, dass weniger Wegwerfgeschirr in Umlauf gelangt und mehr wiederverwendbare Teller, Gabeln und Messer ausgegeben werden.

Die Befragten finden diese Idee unterstützenswert und würden auch einen Mehraufwand auf sich nehmen, um dafür die Berge an weggeworfenem Plastik zu reduzieren: «Es gibt ja bereits heute Unternehmen, die einem Rabatt geben, wenn man seinen wiederverwendbaren Teller oder seinen Becher selber mitbringt», weiss ein Jugendlicher.

Und ein anderer Mann findet: «Mich regt es sowieso auf, dass im Supermarkt so viele Produkte in Plastik verpackt sind. Zum Teil hat man da als Konsument kaum eine andere Möglichkeit!»

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