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«Wir bauen ein Abbild der Stadt»

Eine grosse Baufirma gründet eine Genossenschaft und gewinnt den Wettbewerb für die neue Siedlung an der Mutachstrasse in Bern. Zwei der Planer erläutern, wieso dieses Vorgehen nachhaltiger sein könnte als das einer organisch gewachsenen Genossenschaft.

Kaum mischen die grossen Planungs- und Baufirmen beim ­gemeinnützigen Bauen mit, gewinnt die Halter AG den Investoren- und Projektwett­bewerb für die Mutachstrasse. Wie hat die Konkurrenz reagiert, Herr Zaugg?Herbert Zaugg: Offenbar gab es gegenüber der Stadt einige kritische Rückmeldungen. Auch bei der öffentlichen Präsentation spürte ich Vorbehalte. Aber je mehr wir unser Konzept erklärten und über die Ziele unserer Genossenschaft sprachen, desto mehr Sympathie erfuhren wir.Martin Beutler: Wer sich mit dem Projekt befasst, der sieht ein, dass es gut ist. Die Halter AG ist die Initiatorin, das heisst, sie finanziert einer Genossenschaft den Einstieg und wird danach von den Mietern abgelöst.

Wie genau funktioniert das?Zaugg: Die Halter AG übernahm von Anfang an über­geordnete Führungsaufgaben und bezahlte Planer- oder Marketinghonorare. GWJ Architekten, ASP Landschaftsarchitekten und Martin Beutler als Sozialplaner bilden zusammen mit uns das Planerteam, welches das Projekt ­«Huebergass» entwickelte. Dazu gewährleisten wir Preis, Qualität und Termin als Sicherheit gegenüber der Stadt. Das ist, was eine Totalunternehmerin üb­licher­weise macht. Danach gründeten sieben Personen die Genossenschaft, bei der Halter Darlehensgeberin ist. Später soll es eine Mietergenossenschaft sein: Wer eine Wohnung mietet, wird Genossenschafter und zeichnet Anteilscheine. So kommt die Genos­senschaft zu ihrem Eigen­kapital.

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