Wieso kam Albert Einstein nach Bern?

Als der in Ulm geborene Albert Einstein nach Bern kam, war er alles andere als berühmt, nämlich ein arbeitsloser Nobody.

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Eine Anstellung beim Berner Patentamt hatte ihn nach Bern verschlagen. Nachdem er, 22-jährig, das Fachlehrerpatent an der ETH Zürich erworben hatte, fand er keine Stelle. Ein Studienkollege vermittelte ihm den Job in Bern, wo Einstein – wie er selbst sagte – als «Tintenscheisser dritter Klasse» arbeitete und Patente auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfte. Einstein lebte nicht nur an der Kramgasse 49. Er wechselte innerhalb der Stadtgrenzen relativ häufig die Wohnung.

Seine erste Adresse, ab Februar 1902, war eine Mansarde an der Gerechtigkeitsgasse 32. Bereits im Mai desselben Jahres zog er an die Thunstrasse 43, aber nur für zwei Monate. Dann zügelte er an die Archivstrasse 8 und wenig später an die Tillierstrasse 18. An die Kramgasse 49, ins heutige Einstein-Haus, zog er im November 1903. Zwei Jahre später, im «annus mirabilis» 1905, in dem er vier bahnbrechende Arbeiten zur Physik schrieb, wechselte Einstein erneut sein Domizil.

Die neue Adresse ab Juni 1905: Besenscheuerweg 28 (heute Tscharnerstrasse). Ein Jahr später schliesslich bezog der Physiker seine letzte Berner Wohnung an der Aegertenstrasse 53 (das Haus steht nicht mehr). 1909 verabschiedete er sich von Bern und zog nach Zürich.

Berner Zeitung

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