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Wie die Burger die Jäger in den Wald locken wollen

Vielerorts liegen sich Waldbesitzer und Jäger in den Haaren: Waldbesitzer machen Jäger für Wildschäden verantwortlich. Im Bremgartenwald aber gehen die beiden Parteien das Problem gemeinsam an.

Haben einen alten Konflikt überwunden: Die Jäger Stefan Zwygart und Andreas Stebler, Wildhüter Marco Catocchia, kantonaler Jagdpräsident Lorenz Hess und Waldbesitzer Stefan Flückiger (von links).
Haben einen alten Konflikt überwunden: Die Jäger Stefan Zwygart und Andreas Stebler, Wildhüter Marco Catocchia, kantonaler Jagdpräsident Lorenz Hess und Waldbesitzer Stefan Flückiger (von links).
Urs Baumann
Konzept im Bremgartenwald: Dank dem Waldbesitzer und Wildhüter kann das Wildschadenproblem minimiert werden.
Konzept im Bremgartenwald: Dank dem Waldbesitzer und Wildhüter kann das Wildschadenproblem minimiert werden.
Urs Baumann
Ein Reh im Bremgartenwald.
Ein Reh im Bremgartenwald.
Urs Baumann
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Der Bremgartenwald ist kein Wald, in dem die Jäger ihrem Hobby gerne frönen. Zum einen weil rund um die Uhr Spaziergänger, Jogger, Biker oder frei laufende Hunde vor die Büchse geraten könnten. Zum andern aber auch, «weil es nicht attraktiv ist, in einem Wald zu jagen, wo man an jeder Ecke verbal attackiert wird», wie Lorenz Hess, Präsident des Bernischen Jägerverbands, sagt. Und so kommt es, dass die stadtnahen Wälder Forst und Bremgartenwald bei den kantonalen Wildschadengutachten in der roten Zone liegen – will heissen: Die Jäger erlegen die vom Jagdinspektor freigegebene Anzahl Rehe nicht. Daran hat insbesondere die Waldbesitzerin, die Burgergemeinde Bern, keine Freude. «Wir investieren jedes Jahr einen sechsstelligen Betrag in die Wildschadenverhütung», sagt Forstbetriebsleiter Stefan Flückiger. Denn ohne Schutz können etwa die bei Rehen sehr beliebten Weisstännchen nicht mehr nachwachsen. Die Folge wäre ein gleichförmiger Fichtenwald. Dabei seien es gerade die Weisstannen, die dem Klimawandel an diesem Standort trotzen könnten, sagt Flückiger.

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