Wie Bern mehr Touristen anlocken könnte

Bern

Eine Standseilbahn vom Bärenpark zum Rosengarten, eine neue Eventhalle, ein Hotel Schönburg und Albert Einstein als Bronzestatue: Dies und noch mehr sind die Entwicklungsschwerpunkte von Bern Tourismus.

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Es sind keine Projekte, die in Stein gemeisselt sind und demnächst realisiert werden. Bern-Tourismus-Direktor Markus Lergier erklärt, was er unter den Entwicklungsschwerpunkten 2012 versteht: «Wir machen Anregungen, es sind Ideen, und sie entstehen aus der Sicht der Touristen.» Wenn es nach Markus Lergier geht, sollten über ein halbes Dutzend Projekte umgesetzt werden, damit sich die Untere Altstadt touristisch weiterentwickelt.

1. Die Erschliessung des Rosengartens «Der Rosengarten, der schönste Park Berns mit dem schönsten Ausblick, ist schlecht erschlossen», sagt Markus Lergier. Um dies zu ändern, habe Bern Tourismus x Varianten geprüft, nämlich eine Rolltreppe, ein Förderband und einen unterirdischen Lift. «Das einzig Richtige aber ist eine Standseilbahn, vom Bärenpark hinauf zum Rosengarten.» Dieses «Bähnli à la Marzili» soll laut Lergier entlang des Alten Aargauerstaldens hochfahren. «Wir sind in der Konzeptionsphase und an einem konkreten Projekt.» Sein Ziel sei es, dass die Bahn auf privater Basis finanziert werde.

2. Erlebnisinszenierung Bärenpark Der Bärenpark soll rundherum noch besser inszeniert werden. «Der Erlebnis- und Informationsfaktor muss erhöht werden», sagt Markus Lergier. Die Stadt sei in der Konzeptphase. Mehr könne er derzeit darüber nicht sagen.

3. Upgrade Imbissecke Münsterplattform Mit einem gediegenen Restaurant oder Bistrobetrieb könne man die Münsterplattform aufwerten, ist Bern-Tourismus-Direktor Markus Lergier überzeugt. Zudem schwebt ihm ein sogenannter Boutique-Hotel-Bereich in der Unteren Altstadt vor.

4. Sonntags-Shopping «Mit der Annahme der Motion Mathias Tromp (BDP) wurde der Regierungsrat beauftragt, dem Grossen Rat eine Änderung des Gesetzes über Handel und Gewerbe zu unterbreiten. Damit soll in der Altstadt eine Tourismuszone mit täglich geöffneten, touristisch relevanten Läden ermöglicht werden», sagt Markus Lergier. «Wir hoffen, dass wir den Gästen möglichst bald das viel gewünschte Sonntagsshopping anbieten können.» Städtetourismus sei primär auch Shoppingtourismus.

5. Erlebnisinszenierung Zytglogge Bern Tourismus hat die Anliegen, den Turmbesuch attraktiver zu gestalten, geprüft. Die historische Bausubstanz lasse eine erweiterte Inszenierung aber nur bedingt zu.

6. Luxus-Hotel Schönburg In der Schönburg, im jetzigen Hauptsitz der Post, ist ein Fünfsternehotel geplant. Die Liegenschaft gehört dem Real Estate Fund Living Plus, einem Immobilienfonds der Credit Suisse. Das Hotel soll unter der Marke einer internationalen Luxushotelkette, etwa Hilton oder Sheraton, geführt werden, wie es bei der Credit Suisse heisst. Es soll 2017 eröffnen – falls die Post wie geplant 2014 aus der Schönburg auszieht. Als Betreiberin ist die Kursaal AG im Gespräch.

7. Picture-Point beim Einsteinhaus Albert Einstein soll als Bronzefigur in Lebensgrösse unter der Laube an der Kramgasse Touristen anlocken. Konkret in die Wege geleitet wurde von Bern Tourismus noch nichts.

8. Neue Event-Halle Alle wollen eine: der Gemeinderat eine Eventhalle für 15'000 Leute, Bernexpo eine für 8000 und Bern Tourismus eine für 5000 bis 8000. Laut Bernexpo-CEO Roland Brand und Tourismus-Chef Lergier am liebsten auf dem Perimeter, wo die alte Festhalle steht. Doch die gilt als «schützenswert». «Einen anderen Perimeter müsste man vorher umzonen», sagt Brand.

Berner Zeitung

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