Widerstand gegen den Antennen-Wildwuchs

Stadt Bern

Die Salt Mobile SA will auf einem Wohnblock an der Rodtmattstrasse eine Antenne installieren. Dagegen wehren sich 39 Einsprecher.

Guten Empfang wollen wir alle, doch niemand mag die Stangen direkt vor dem Haus. Hier die Swisscom-Antenne in der Stadtgärtnerei, die vor einiger Zeit ebenfalls für Kontroversen sorgte.<p class='credit'>(Bild: Urs Baumann)</p>

Guten Empfang wollen wir alle, doch niemand mag die Stangen direkt vor dem Haus. Hier die Swisscom-Antenne in der Stadtgärtnerei, die vor einiger Zeit ebenfalls für Kontroversen sorgte.

(Bild: Urs Baumann)

Franz Meier ist verärgert: «Das andauernde Errichten von Mobilfunkantennen wird langsam zu einem Wildwuchs.» Seinen Frust herbeigeführt haben die Profile auf dem Dach der Liegenschaft an der Rodtmattstrasse 73. Auf dem Wohnblock im Berner Breitenrainquartier plant die Salt Mobile SA die Installation einer Antenne. Fünf Meter hoch soll diese werden. Fürs Nutzungsrecht wird die Mobilfunkbetreiberin der Hausbesitzerin einen jährlichen Mietzins zahlen. Wie hoch dieser ist, will das Unternehmen nicht verraten.

Franz Meier wohnt zwar nicht in direkter Nachbarschaft, er ist aber im Besitz einer angrenzenden Liegenschaft. Zusammen mit 38 anderen Privatpersonen aus den umliegenden Gebäuden hat der 57-jährige Immobilienbesitzer Ende Februar gegen das Baugesuch Einsprache erhoben.

Keine Einigungsverhandlung

Franz Meier ist davon überzeugt, dass es im Breitenrain schon ­genug Mobilfunkantennen gibt. Ein Blick auf eine Karte des Bundesamtes für Kommunikation zeigt jedoch, dass der Breitenrain in dieser Hinsicht nicht überdurchschnittlich stark exponiert ist. Die nächsten Handyantennen rund um die Rodtmattstrasse ­befinden sich bei der Militär­kaserne, der Fachbibliothek am Guisanplatz und der Coop-Filiale am Breitenrainplatz.

«Die Antenne wird mitten in ein reines Wohnquartier gestellt, das ist doch unnötig», moniert Franz Meier. Bei Salt sieht man das ­unproblematisch. «Sofern ­alle ­öffentlich-rechtlichen und immissionsrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden, kann die Baubewilligung nicht verwehrt werden», heisst es dort.

Wie geht es nun weiter? Das Bauinspektorat der Stadt Bern verzichtet in diesem Fall auf Einigungsverhandlungen, wie es in einem Schreiben heisst. Salt wird also in den nächsten Tagen der Stadt eine Antwort zukommen lassen bezüglich der Einsprachen. Danach entscheidet das Bauinspektorat, ob die Installation erfolgen kann.

mib

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