Werner Walther bleibt Präsident

Kirchlindach

Bei den Wahlen in Kirchlindach verfehlte Werner Walter am Sonntag das absolute Mehr um zwei Stimmen. Da alle Gegenkandidaten verzichten, bleibt er Gemeindepräsident.

Werner Walther (rechts) ist der neue und alte Gemeindepräsident von Kirchlindach.

Werner Walther (rechts) ist der neue und alte Gemeindepräsident von Kirchlindach.

(Bild: Susanne Keller)

Hans Ulrich Schaad

Es war ein klare Sache. Aber es reichte knapp nicht für die sofortige Wiederwahl als Gemeindepräsident von Kirchlindach. Der parteilose Werner Walther (643 Stimmen), der auf der SVP-Liste kandidierte, verpasste bei den Gemeindewahlen das absolute Mehr um zwei Stimmen. Er distanzierte die beiden Konkurrenten Christoph Grosjean (SP, 348) und Magdalena Meyer (GLP, 298) deutlich.

Mit einigen Stunden Verspätung durfte sich der 62-Jährige doch noch freuen. Alle möglichen Gegenkandidaten, theoretisch sind das alle gewählten Gemeinderatsmitglieder, haben ihren Verzicht auf den zweiten Wahlgang erklärt. Werner Walther ist damit in stiller Wahl als Gemeindepräsident bestätigt.

Plakate weggeräumt

Einziger realistischer Herausforderer wäre Christoph Grosjean gewesen. «Das Ergebnis war eine klare Sache, Werner Walther hat nur wenig gefehlt», sagt der 51-Jährige. Damit hätten die Stimmberechtigten ausgedrückt, dass sie gleich weiterfahren wollen wie bisher. Es sei ein Richtungsentscheid gewesen.

Mit dem eigenen Resultat sei er zufrieden, dieses liege im Bereich des SP-Wähleranteils. «Ich war mir schon im Vorfeld bewusst, dass es schwierig wird und Walther der Favorit ist.» Ein zweiter Wahlgang würde zudem viele Ressourcen binden. «Diese können wir anders verwenden», sagt Grosjean, der am Montagvormittag seine Wahlplakate eingesammelt hat. Ein Festhalten an seiner Kandidatur hätte angesichts des Ergebnisses im ersten Wahlgang als Zwängerei verstanden werden können.

Christoph Grosjean habe ihm schon am Sonntagabend telefonisch mitgeteilt, dass er nicht mehr antreten werde, sagt Werner Walther. Und Grosjean habe ihm, da er nicht zu Hause war, eine Flasche Wein vor der Tür gestellt. «Er hat das Resultat akzeptiert, das zeugt von Stärke», lobt Walther seinen Ratskollegen.

Er habe Grosjean auch im Namen der Mitarbeitenden der Verwaltung gedankt. Ein zweiter Wahlgang hätte nur Aufwand und Kosten generiert. Laut Martin Bieri, Geschäftsleiter der Verwaltung, hätte der zweite Wahlgang Ausgaben von rund 8000 Franken verursacht für Druck, Versand, Publikation und Personal.

Team neu aufstellen

Da nun im Gemeinderat alles klar ist, können in den nächsten Tagen die Ressorts verteilt werden. Es gelte, das Team frisch aufzustellen, betont Walther. Zwei von fünf Mitgliedern sind neu im Rat. Werner Walther ist seit 2007 Gemeinderat von Kirchlindach. Im August 2012 wurde er Gemeindepräsident als Nachfolger von Magdalena Meyer.

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