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Wenn Folteropfer nicht mehr vergessen können

Eingekerkerte und misshandelte Menschen verdrängen das Erlittene in der Emigration oft jahrelang. Doch plötzlich kehrt der Schrecken zurück. Am Donnerstag berichtet der Arzt Heinrich Kläui in Kirchlindach über Männer und Frauen, die nicht mehr vergessen können.

Öffnet misshandelten Menschen die Tür zum Leben nach dem Kerker: der Berner Arzt Heinrich Kläui im Rotkreuz-Ambulatorium in Wabern.
Öffnet misshandelten Menschen die Tür zum Leben nach dem Kerker: der Berner Arzt Heinrich Kläui im Rotkreuz-Ambulatorium in Wabern.
Susanne Keller

Seit drei Jahren arbeitet der Kurde aus der Türkei in einer Waggonfabrik in der Schweiz. Als er in einem engen Abteil eines Eisenbahnwagens schweissen muss, passiert es: Panik, er schreit, er glaubt, zu ersticken, er muss raus. Daheim erholt er sich. Doch nun plagt ihn wochenlang eine Grippe. Er schläft schlecht, er leidet an schweren Rückenschmerzen.

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