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Wenn das Bier mit dem Velo kommt

Der Name des Oberbottiger Kurbelbräus ist Programm: Das selbstgebraute Bier wird ausschliesslich per Velo geliefert. Hinter der Idee stecken zwei Triathleten aus Bern.

Das Kurbelbräu wird in einer Mikrobrauerei in Oberbottigen hergestellt und aussschliesslich mit dem Velo ausgeliefert.
Das Kurbelbräu wird in einer Mikrobrauerei in Oberbottigen hergestellt und aussschliesslich mit dem Velo ausgeliefert.
zvg
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Bier brauen liegt im Trend. Gerade in der Region Bern. So gilt der Hauptstadtkanton als Bier-Hochburg. Vor allem Mikrobrauereien schiessen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden. Um sich dabei von der Konkurrenz abzuheben, ist also Kreativität und Innovation gefragt.

Das Angebot von Oberbottiger Kurbelbräu kann man durchaus als kreativ und innovativ bezeichnen. So ist der Name des selbstgebrauten Biers Programm: Kurbelbräu wird ausschliesslich per Velo ausgeliefert.

Hinter der witzigen Idee stehen der Jurist Peter Studer und der Investment Manager Philip Walker aus Bern. Die beiden Freunde waren jedoch nicht per se auf der Suche nach einer guten Geschäftsidee. Angefangen habe alles mit den Apéros des Triathlon-Clubs Bern zum Auftakt und zum Ende der Saison, erzählt Studer. «Wir hatten das Wöschhüsi in der Matte gemietet und uns ging das Bier aus. So sind wir mit den Velos los, um Nachschub zu holen.»

Brauerei im Keller eingerichtet

Das war vor ungefähr vier Jahren. In der Zwischenzeit haben die beiden passionierten Triathleten einen Braukurs absolviert und bei Studer im Keller seines Wohnhauses in Oberbotttigen eine Mikrobrauerei eingerichtet. Ihr Ziel sei es gewesen, eine handwerkliche und geschmacklich differenzierte Alternative zu den industriellen Bieren wie etwa von Feldschlösschen zu kreieren. «Das Kurbelbräu ist ein obergäriges naturtrübes Bier mit einer intensiven Malznote», beschreibt Studer das Bier.

Mittlerweile liefert Kurbelbräu im Monat durchschnittlich 200 Liter Bier aus. In erster Linie kommen die Anfragen von Privatpersonen. «Mengenmässig liefern wir jedoch am meisten Bier an diverse Anlässe wie etwa Geburtstage oder Vernissagen», so Studer. Wer bei Kurbelbräu eine Bestellung aufgibt, muss je nach Menge damit rechnen, dass mehr als eine Lieferung notwendig ist. So haben auf dem Velo-Anhänger maximal vier Harassen Platz. Das sind vier Mal 15 Kilo, die mit reiner Muskelkraft vom Weiler Oberbottigen hinter Bümpliz an die gewünschte Adresse transportiert werden müssen.

Die Kunden scheinen den sportlichen Effort für den Biertransport zu schätzen und so übersteigt inzwischen die Nachfrage das Angebot. Wie es praktisch bei jeder Mikrobrauerei der Fall sei. «Aber wir haben uns das mit der Lieferung per Velo auf die Fahne geschrieben», sagt Studer überzeugt.

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