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Sexueller Missbrauch wurde systematisch ignoriert

Aufseher missbrauchten in der Strafanstalt Hindelbank jahrzehntelang administrativ versorgte Frauen. Die Verantwortlichen schauten weg.

Marius Aschwanden
Die Insassinnen arbeiteten in Hindelbank häufig in der Wäscherei – wie hier auf einer undatierten Aufnahme aus der Zeit vor 1965.
Die Insassinnen arbeiteten in Hindelbank häufig in der Wäscherei – wie hier auf einer undatierten Aufnahme aus der Zeit vor 1965.
Fotoarchiv Anstalten Hindelbank
Im Gefängnis sollten die Frauen lernen, unauffällig zu leben.
Im Gefängnis sollten die Frauen lernen, unauffällig zu leben.
KEYSTONE
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Immer wieder Hindelbank. Wenn administrativ versorgte Frauen von ihren Erlebnissen berichten, kommt bei vielen irgendwann der Satz: Und dann kam ich nach Hindelbank.

So erging es auch Ursula Biondi. Sie war 17-jährig, als sie 1967 von den Zürcher Behörden in die Frauenhaftanstalt im Kanton Bern eingewiesen wurde. Häftlingsnummer 94, braune Kleider. Zusammen mit Mörderinnen musste Biondi putzen, Teppiche herstellen und Socken für die männlichen Gefängnisinsassen auf dem Thorberg stricken.

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