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Wegen Missbrauch ins Gefängnis

Der Vater aus der Region Bern, der seine Tochter über Jahre missbrauchte, muss dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Tochter erhält eine Genugtuung von 10'000 Franken.

Sexuelle Handlungen mit Kindern, Inzest, Pornografie: Die Schuldsprüche im Fall des Mannes, der seine minderjährige Tochter missbrauchte (Ausgabe von gestern), sind happig. Das Regionalgericht Bern-Mittelland hat gestern das Urteil verkündet.

Der Gerichtspräsident und die beiden Regionalrichterinnen machten sich die Sache nicht einfach. «Wir haben lange beraten und uns nochmals intensiv mit dem Fall befasst», sagte Präsident Martin Müller. Insbesondere schauten sie sich mehrmals die Aussagen der Tochter auf Video an, um klarer zu erkennen, was ihr Vater genau mit ihr gemacht hatte. Dies sei nicht leicht gewesen, so Müller, denn die heute Vierzehnjährige habe während der Untersuchung auf Fragen zu den Taten teils unterschiedlich geantwortet und manchmal undeutlich gesprochen. Ihr Vater hatte bereits zuvor gestanden, wobei auch bei ihm nicht vollends geklärt werden konnte, wie weit er gegangen war. «Wir können dies offenlassen. Sexuelle Handlungen waren es allemal», sagte Müller.

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