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Wegen Engpass: 100 zusätzliche Asylsuchende im Zieglerspital

Der Kanton Bern benötigt dringend zusätzlich rund 800 Plätze für Asylsuchende. Deshalb werden im temporären Durchgangszen­trum im Zieglerspital 100 weitere Flüchtlinge platziert.

Seit Mitte Dezember 2015 steht das ehemalige Zieglerspital in Bern dem Kanton als temporäres Durchgangszentrum für Asylsuchende zur Verfügung.
Seit Mitte Dezember 2015 steht das ehemalige Zieglerspital in Bern dem Kanton als temporäres Durchgangszentrum für Asylsuchende zur Verfügung.
Susanne Keller
Mitte Dezember 2015 sind die ersten 100 Flüchtlinge ins Renferhaus neben dem Betten- und Behandlungstrakt eingezogen, Ende Jahr kamen weitere 100 dazu.
Mitte Dezember 2015 sind die ersten 100 Flüchtlinge ins Renferhaus neben dem Betten- und Behandlungstrakt eingezogen, Ende Jahr kamen weitere 100 dazu.
Susanne Keller
Weil das Spital zu einer Asylunterkunft umfunktioniert wird, kann die unterirdische Anlage im Hochfeld geschlossen werden.
Weil das Spital zu einer Asylunterkunft umfunktioniert wird, kann die unterirdische Anlage im Hochfeld geschlossen werden.
Susanne Keller
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Seit Mitte Dezember steht das ehemalige Zieglerspital in Bern dem Kanton als temporäres Durchgangszentrum für Asylsuchende zur Verfügung. 100 Personen sind bereits dort eingezogen. Dabei wird es nicht bleiben, wie sich nun zeigt.

Denn noch in diesem Jahr werden weitere 100 Flüchtlinge dort untergebracht. Dies teilte der Berner Gemeinderat am Mittwochmorgen mit. Die Begründung, die er anfügt, hört man in diesen Tagen sehr häufig: Die Lage im Asylbereich ist sehr angespannt. Der Kanton Bern braucht dringend zusätzliche Plätze.

Im aktuellen Fall ist von 800 zusätzlichen Plätzen die Rede, welche der Kanton bereitstellen muss. Als eine erste Massnahme schien das Zieglerspital als eine geeignete Einrichtung für eine Aufstockung. «Die Aufnahmekapazität im Zieglerspital kann kurzfristig auf 200 Personen erhöht werden», schreibt der Gemeinderat in der Mitteilung.

Investitionen übernimmt der Kanton

Für die Erschliessung eines zusätzlichen Geschosses im Renferhaus zur Unterbringung der zusätzlichen 100 Personen fallen Investitionskosten für den Brand- und Personenschutz an, heisst es weiter. Diese werden vom Kanton übernommen.

Die Heilsarmee Flüchtlingshilfe betreibt die Notunterkunft im Zieglerspital. Die temporäre Nutzung ist auf sechs Monate befristet. Danach wird im ehemaligen Betten- und Behandlungstrakt des Zieglerspitals ein bereits beschlossenes Bundesasylzentrum eingerichtet. Die Stadt Bern plant, dass dieses seinen Betrieb Mitte 2016 aufnehmen soll.

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