Was bedeutet das Gurlitt-Erbe für Bern?

Bern

Cornelius Gurlitt hinterlässt seine Kunstsammlung dem Kunstmuseum Bern. Was bedeutet das Erbe für die Stadt Bern? Eine Umfrage.

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Erben oder ausschlagen? Das Kunstmuseum Bern steht vor einer kapitalen Herausforderung, was den millionenschweren Bilderschatz des verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt betrifft. Stadtpräsident Alexander Tschäppät schätzt die Lage realistisch ein: «Von Gurlitts Sammlung ist Bern noch meilenweit entfernt.»

Diese Distanz soll verringert werden. Daher reist dieser Tage eine Berner Delegation nach Deutschland mit dem Ziel, sich einen Überblick über die Sammlung zu verschaffen. Matthias Frehner, der Direktor des Berner Kunstmuseums, gilt selber als Experte für Raubkunst.

Wie hoch sind die Kosten?

In der Zwischenzeit stellen sich zahlreiche Fragen: Wie bedeutend sind die Werke aus der Sammlung Gurlitt, welche Kosten sind bei einer allfälligen Erbschaft zu erwarten und wie geht es weiter mit den Raubkunst-Nachforschungen? Darüber sind sich selbst Experten uneinig.

Für Markus Lergier, den Direktor von Bern Tourismus, sind die Aussichten klar: «Mit den Bildern von Cornelius Gurlitt wäre Bern um einen touristischen Leuchtturm reicher, der zusätzliche kunstaffine Gäste in die Stadt bringen würde.» Jedenfalls sei bei ihm bezüglich Perspektiven ein «Vorjubeln vorhanden».

zas/sru/sda

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