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UPD-Chefpsychologe verteidigt lasche Kontrollen

Nach einem Bericht dieser Zeitung über die leichte Verfügbarkeit von Drogen in den Berner UPD stellt sich die Frage: Welche Rolle spielen Kontrollen bei der Therapie von Süchtigen?

«Wirksame Suchttherapien setzen auf Selbstverantwortung»: Franz Moggi hält schärfere Kontrollen in den UPD für wirkungslos.

«Wirksame Suchttherapien setzen auf Selbstverantwortung»: Franz Moggi hält schärfere Kontrollen in den UPD für wirkungslos.

(Bild: Nicole Philipp)

Benjamin Bitoun

Die Aussagen liessen aufhorchen: Ausgerechnet in den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD), wo sich auch Patientinnen und Patienten mit Suchtproblemen therapieren lassen, seien Drogen allgegenwärtig.

Mitte August publizierte diese Zeitung einen Artikel, in dem mehrere Besucher und Patienten, aber auch UPD-Mitarbeitende von Missständen berichten.

Suchtkranke und andere Personen könnten Drogen in die Klinik bringen, ohne kontrolliert zu werden, oder diese direkt auf dem Areal kaufen. Die Personen werfen der Klinikleitung vor, von dem Problem zu wissen, aber nichts dagegen zu tun.

Die UPD-Leitung bestreitet die Präsenz von Drogen in und um die Klinik nicht. Der Vorwurf der Untätigkeit treffe aber nicht zu. «Seit 2011 beschäftigen wir einen internen Sicherheitsdienst», sagt Stefan Aebi, Vorsitzender der UPD-Geschäftsleitung. Der 15-köpfige Sicherheitsdienst habe zwar keine hoheitlichen Befugnisse, sei aber auf dem Areal präsent.

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