Lyss

Wärme dank Schlachtabfällen

LyssNach anderthalb Jahren Bauzeit und gelungener Testphase ging am Mittwoch der erste Abschnitt des neuen Fernwärmenetzes in Betrieb.

Lyss nutzt Abwärme des Schlachtabfallentsorgers GZM zum Beheizen von Haushalten.

Lyss nutzt Abwärme des Schlachtabfallentsorgers GZM zum Beheizen von Haushalten. Bild: Beat Mathys

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Mit der Abwärme des Schlachtabfallentsorgers GZM werden ab sofort Lysser Haushalte beheizt. Die 2015 gegründete Wärme Lyss Nord AG feierte gestern nach eineinhalb Jahren Bauzeit und erfolgreichem Testbetrieb den Betriebsstart des neuen Fernwärmenetzes Lyss-Nord.

Jährlich entstehen bei den Prozessen in der GZM rund 46 Gigawattstunden nutzbare Abwärme. Das entspricht etwa der Hälfte des Heizenergiebedarfs in Lyss, heisst, rund 2300 Haushalte könnten mit dem neuen Fernwärmenetz beheizt werden. Dadurch würden pro Jahr rund 1,2 Millionen Liter Heizöl respektive 3000 Tonnen CO2 eingespart.

Weitere Etappen geplant

Das Wärmenetz wird in Etappen realisiert. In einem ersten Schritt ging gestern der nördliche Industriering in Betrieb, hier wurden 23 Kundenverträge abgeschlossen. In einer nächsten Etappe folgt auf Herbst 2018 die Bielstrasse. Der vorläufige Endausbau ist für 2020 vorgesehen. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf 15 Millionen Franken.

Hinter der Wärme Lyss Nord AG stehen nebst der GZM die beiden regionalen Energiefirmen Seelandgas AG und Energie Seeland AG. (sl)

Erstellt: 23.11.2017, 11:33 Uhr

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