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VonRoll-Besetzung: Egger engagiert Tschäppät

Die kantonale Baudirektorin Barbara Egger (SP) hat Alt-Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) damit beauftragt, mit den Hausbesetzern in der Länggasse zu verhandeln.

Frühlingserwachen in der Hausbesetzerszene: Publikumsandrang vor dem Pizzaofen des Kollektivs «Fabrikool», das die alte Wagenfabrik (mit der Backsteinfassade) in Beschlag genommen hat. (24.02.2017).
Frühlingserwachen in der Hausbesetzerszene: Publikumsandrang vor dem Pizzaofen des Kollektivs «Fabrikool», das die alte Wagenfabrik (mit der Backsteinfassade) in Beschlag genommen hat. (24.02.2017).
Urs Baumann
Das Kollektiv veranstaltete eine Art Fest und servierte unter anderem Pizza aus einem selbstgebauten Ofen.
Das Kollektiv veranstaltete eine Art Fest und servierte unter anderem Pizza aus einem selbstgebauten Ofen.
Florine Schönmann
Alle sollen sich einbringen können, so der Grundsatz des Kollektivs.
Alle sollen sich einbringen können, so der Grundsatz des Kollektivs.
Florine Schönmann
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Seit dem 1. Januar ist Alexander Tschäppät pensioniert, doch schon ist Berns ehemaliger Stadtpräsident wieder im Einsatz: Der Kanton hat ihn engagiert, um mit den Besetzern der alten Schreinerei auf dem früheren Von-Roll-Areal in der Länggasse zu verhandeln. Die Liegenschaft gehört dem Kanton.

Tschäppät als Vermittler einzusetzen, sei für sie «auf der Hand gelegen», sagte gestern die kantonale Baudirektorin Barbara Egger (SP) auf Anfrage dieser Zeitung. Wohlwissend, dass dieses Engagement Kritiker auf den Plan ruft, welche SP-interne Arbeitsvermittlung wittern. SVP-Grossrat Thomas Fuchs hat denn auch bereits einen entsprechenden Vorstoss eingereicht.

«Tschäppät ist der Richtige»

Diese Kritik habe sie erwartet, sagt Egger, könne sie aber nicht nachvollziehen. «Alexander Tschäppät ist der Richtige, um in diesem Fall zu vermitteln.» Er habe viel Erfahrung mit besetzten Liegenschaften in der Stadt Bern und sei als ehemaliger Stadtpräsident eine bekannte und akzeptierte Persönlichkeit.

Der Kantonsregierung sei es wichtig, dem Besetzerkollektiv Fabrikool zu signalisieren, dass man gesprächsbereit sei. Tschäppät führe die Verhandlungen auf Mandatsbasis. Wie hoch das Honorar dafür ist, könne sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffern, erklärte Egger. Das komme darauf an, wie aufwendig sich die Gespräche gestalten würden.

Ein vom Kanton eingesetzter Experte ist zum Schluss gekommen, dass das besetzte Gebäude mit kleinen baulichen Massnahmen grundsätzlich für eine Zwischennutzung geeignet wäre. Der Kanton Bern ist daher bereit, eine solche zu prüfen.

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