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Von Greyerz liebäugelt mit dem Regierungsrat

Die Berner SP-Grossrätin Nicola von Greyerz will im Rennen um das Erbe von Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger mitmischen.

Ja, sie will: Nicola von Greyerz (SP) hat ihr Interesse am Regierungsratssitz von Parteikollegin Barbara Egger bekundet.
Ja, sie will: Nicola von Greyerz (SP) hat ihr Interesse am Regierungsratssitz von Parteikollegin Barbara Egger bekundet.
Andreas Blatter

«Auf Grund des Rücktritts von Regierungsrätin Barbara Egger gilt es, den frei werdenden Sitz der SP zu verteidigen. Mit grosser Freude und Lust steige ich in die parteiinterne Ausmarchung», schreibt die Berner SP-Grossrätin Nicola von Greyerz am Mittwochmorgen auf ihrer Homepage.

Etwas später sagte sie an einem kurzen Mediengespräch in Bern, bereits vor den Berner Gemeindewahlen habe ihr privates Umfeld sie gefragt, ob ein Exekutivamt nicht etwas für sie sei. Sie habe abgewunken.

Nachdem sie weiterhin parteiintern und -extern auf eine Exekutivamt-Kandidatur angesprochen worden sei, habe sie sich gesagt, dass sie die Fähigkeiten hätte. In den letzten Wochen habe sie dann auch Lust verspürt, sich in die parteiinterne Ausmarchung «reinzuwerfen, wie man im Sommer in die Aare springt».

Von Greyerz ist 43-jährig und im Generalsekretariat der Universität Bern für die Organisation universitärer Anlässe zuständig. In dieser Eigenschaft hat sie etwa den Empfang der deutschen Kanzlerin Angela Merkel an der Uni Bern im September 2015 organisiert.

Merkel erhielt von der Berner Hochschule den Ehrendoktortitel. Auf der Internetseite des Grossen Rats nennt sie sich Wissenschaftskommunikatorin und Kulturmanagerin. Sie sitzt seit Juni 2014 im Kantonsparlament und sass zuvor im Berner Stadtrat.

Bekannt geworden ist sie in Bern insbesondere als Präsidentin des Trägervereins der Dampfzentrale Bern. Sie präsidiert auch den Verband Bernischer Musikschulen. Gerade in diesen beiden Positionen habe sie Führungserfahrung erwerben können, sagt von Greyerz.

SP-Parteipräsidentin Ursula Marti reagierte am Mittwoch auf von Greyerz' Interesse mit einer Tweet-Kurznachricht. Sie freue sich über eine weitere Kandidatur für das Regierungsticket, so Marti.

Erste parteiinterne Frist: Ende Mai

In Sachen Regierungsratskandidaturen bisher bekannt ist bei der bernischen SP das Interesse von Nationalrätin Evi Allemann. Sie ist am Montagabend von ihrer Sektion zuhanden des Regionalverbands für die Kandidatur nominiert worden.

Dasselbe Prozedere steht nun Nicola von Greyerz bevor: Am 13. März entscheidet ihre Sektion, die SP Länggasse-Felsenau, ob die Berner Grossrätin zuhanden des Regionalverbands nominiert wird.

Bis Ende Mai haben die Regionalverbände Zeit, der Kantonalpartei Personalvorschläge für die SP-Regierungsratskandidaturen im kommenden Jahr zu machen. Im Regionalverband Bern-Mittelland gibt es nun also schon zwei potenzielle Kandidaturen, da auch Evi Allemann in Bern wohnt.

Auch Berns Gemeinderätin Ursula Wyss und SP-Kantonalpräsidentin Ursula Marti waren als potenzielle Egger-Nachfolgerinnen gehandelt worden, doch beide verzichten auf eine Kandidatur.

(SDA)

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