Zum Hauptinhalt springen

«Viele werden vorschnell als dement erklärt»

DemenzIn unserer ständig älter werdenden Gesellschaft nehmen Fälle von Alzheimer und anderer Demenzformen zu. Warum jedoch Misstrauen angebracht ist, beschreibt Wissenschaftsjournalistin Cornelia Stolze in ihrem Buch «Vergiss Alzheimer».

Vielleicht fördert der Mix an Tabletten, den Ältere oft einnehmen, ja den Gedächtnisverlust.
Vielleicht fördert der Mix an Tabletten, den Ältere oft einnehmen, ja den Gedächtnisverlust.
Colourbox

Frau Stolze, Sie behaupten , dass es Alzheimer gar nicht gibt. Dabei versuchen weltweit 25'000 Wissenschaftler, diese Krankheit weiter zu erforschen. Cornelia Stolze: So sage ich das nicht.

Ihr Buchtitel lautet aber «Vergiss Alzheimer. Die Wahrheit über eine Krankheit, die keine ist». Ich stelle lediglich die These auf, dass Alzheimer keine klar definierte Krankheit ist und dass sie sich nicht diagnostizieren lässt. Nimmt man führende Experten beim Wort, geben sie das auch offen zu. Dann heisst es meist: Ja, in Wirklichkeit bringe erst eine Obduktion Klarheit. Genauer gesagt, der Nachweis von verräterischen Ablagerungen wie Plaques und Fibrillen im Gehirn. Doch auch hier passt vieles nicht zusammen. Diese Ablagerungen finden sich ebenfalls im Gehirn von einem Drittel aller Menschen, die bis zu ihrem Tod im hohen Alter geistig fit waren. Obwohl die Demenzsymptome vieler Patienten also womöglich behebbar wären, werden Medikamente und Therapien gegen Alzheimer verordnet. Das grenzt in meinen Augen an Quacksalberei.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.