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Viel Lärm für Jesse Ritch

Bei der Kurzvisite in seiner Heimat hat DSDS-Kandidat Jesse Ritch am Montag einen grossen Empfang erlebt. Gegen 2000 Fans sind gekommen und haben den Lärmpegel in ungeahnte Höhen getrieben.

Hunderte vornehmlich weiblicher Fans versammelten sich auf dem Zentrumsplatz.
Hunderte vornehmlich weiblicher Fans versammelten sich auf dem Zentrumsplatz.
Markus Zahno
Alle Augen und Kameras sind zur Bühne gerichtet.
Alle Augen und Kameras sind zur Bühne gerichtet.
Markus Zahno
Jesse lässt sich feiern.
Jesse lässt sich feiern.
Markus Zahno
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Dass es heiter wird, ist bereits wenige Sekunden nach dem Aussteigen aus dem RBS-Zug klar. Am Bahnhof ist das Gekreische vom Zentrumsplatz her unüberhörbar – dabei dauert es noch eine volle Stunde, bis er auf die Bühne treten wird. Jesse Ritch, der Schönbühler, der in der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» im Halbfinal steht und von der Jury jeweils wahre Lobeshymnen hört. «Ich habe fast Mitleid mit den anderen Kandidaten», meinte Dieter Bohlen letzten Samstag, «du bist so etwas von Favorit, mehr Favorit geht gar nicht.»

Vor zwei Wochen trat RTL in Kontakt mit der Gemeinde Urtenen-Schönbühl. Wenn es Jesse Ritch in den Halbfinal schaffe, wolle man ein Homecoming inszenieren, erklärten die Fernsehleute. Also machten sich die Behörden ans Organisieren jenes grossen Festes, das sie nach dem Ende von DSDS ohnehin steigen lassen wollten.

Erinnerungen an früher

Bereits vor dem Mittag seien die ersten Fans gekommen, um sich einen Platz in der ersten Reihe vor der Bühne zu ergattern, berichtet Irène Reber, die Leiterin des Kultursekretariats von Urtenen-Schönbühl. Um 17 Uhr stehen laut offiziellen Schätzungen 1500 bis 2000 – vor allem junge weibliche – Fans auf dem Zentrumsplatz. Sie schwenken Schweizer Fähnchen, halten Plakate mit roten Herzchen und dem Schriftzug «Ich liebe Dich!» in die Höhe, winken in die Fernsehkameras. Und als Jesse auf die Bühne kommt, sorgen sie für ein Gekreische, das alles übersteigt, was man als DSDS-unerprobter Laie je zuvor gehört hat.

Jesse Ritch blickt in die Menschenmasse, die bis zum Bahnhof reicht, und vergräbt sein Gesicht hinter den Händen. Er sei gerührt, sagt er. Auf dem Zentrumsplatz habe er viel Zeit verbracht, am Kiosk habe er oft Gummibärchen gekauft – «jetzt hier vor euch allen auf der Bühne zu stehen, ist einfach unglaublich». Seine Begeisterung wirkt echt.

Auch Herr Egli ist da

Jesse Ritch muss auf Hochdeutsch sprechen, denn die Kameras von RTL sind pausenlos auf ihn gerichtet. Von Deutschland aus habe er zwar mitbekommen, dass die Gemeinde etwas Grosses organisieren wolle. «Aber ich finde, das hier ist mehr als gross.» Auch viele ehemalige Lehrer habe er schon gesehen, zum Beispiel den Herrn Egli, den Mathlehrer. Gemeinderätin Susanne Grossenbacher und Gemeindepräsident Hansueli Kummer tragen ihre Grussbotschaften im roten T-Shirt mit dem Jesse-Konterfei vor. Der Abgebildete seinerseits gibt sechs Songs zum Besten – und setzt sich danach an einen Tisch, um Autogramme zu schreiben. Das Gedränge ist gross, für die kleineren Fans fast zu gross. Nach einer Stunde muss Jesse Ritch aufbrechen. Ein Bub kommt tränenüberströmt zu seiner Mutter, die etwas abseits sitzt. «So lange bin ich angestanden, und doch habe ich kein Autogramm.»

Alles in allem zieht Irène Reber am Abend jedoch eine überaus positive Festbilanz. Und Gemeindepräsident Hansueli Kummer hält fest: In Urtenen-Schönbühl sei Jesse Ritch so oder so ein Superstar – egal, wie «Deutschland sucht den Superstar» ausgehe.

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