Verwaltung zieht in 5-Millionen-Bau

Stettlen

Das neue Gemeindehaus in Stettlen setzt einen eigenwilligen Akzent im Dorf. Am Samstag ist Tag der offenen Tür, nächste Woche bezieht die Verwaltung die gross­zügigen, modernen Räume.

Hell und modern:Das neue Gemeindehaus (oben die Bauverwaltung, unten das Foyer) ist bezugsbereit.

Hell und modern:Das neue Gemeindehaus (oben die Bauverwaltung, unten das Foyer) ist bezugsbereit.

(Bild: Max Füri)

Mitten im Dorf zieht ein helles, grosses Haus mit Kreuzfirstdach die Blicke auf sich. Das auffällige Gebäude ist das neue Gemeindehaus von Stettlen. Nach fünfzehnmonatiger Bauzeit ist es fertiggestellt. Am Samstag steht die Türe für die Bevölkerung offen, nächste Woche zieht die Verwaltung ein.

Bis gestern waren Handwerker daran, die neuen Pulte zu montieren und Kabel einzuziehen. Noch nicht abgeschlossen sind die Arbeiten rund ums Haus inklusive Parkplatz. Das hängt mit dem Regenwetter der letzten Wochen zusammen. Es behinderte die Arbeiten an der Fassade, wodurch auch das Gerüst stehen bleiben musste.

Wer die engen Räume des bisherigen Gemeindehauses gesehen hat, kann nachvollziehen, was Gemeindeschreiberin Verena Zwahlen zum Wechsel ins neue Gebäude sagt: «Es ist ein Quantensprung, besonders für unsere Kundschaft.» Sie freue sich, dorthin zu ziehen.

Hell, grosszügig, zeitgemäss

Am neuen Standort sind die Räume hell und offen gestaltet. Hinter dem gläsernen Eingangsbereich liegt ein Foyer mit Kundendesk. Die offene Decke erlaubt einen Blick ins Obergeschoss. Der Besprechungsraum ist durch eine Glaswand abgetrennt. Als Sichtschutz haben sich die ­Beschriftungsspezialisten etwas ­Besonderes einfallen lassen: ein Band mit einem Sammelsurium an Wörtern wie etwa «Untere Äschi», «Utzlebergwald» oder «Schwandiholz». Es sind Stettlens Flurnamen.

Im 1. Stock befinden sich die Bauverwaltung, eine kleine Cafeteria für die Mitarbeitenden und das Büro des Gemeindepräsidenten. Das oberste Geschoss unter dem hohen Dach beherbergt das Sitzungszimmer des Gemeinderates und einen Reserveraum, in dem zum Beispiel Pläne präsentiert werden können.

Mehr Einwohner

Das neue Gebäude steht auf einer Parzelle, welche die Gemeinde 1982 kaufte. Damals war schon einmal ein Verwaltungsneubau geplant, aber an den Finanzen gescheitert. Dass dieser nun 34 Jahre später steht, hat mehrere Gründe. Verena Zwahlen: «Das alte Gemeindehaus ist sanierungsbedürftig, und die Heizkosten sind hoch. Zudem ist die ­Bauverwaltung im Nebenhaus eingemietet.» Auch sei der Arbeitsaufwand in den letzten Jahren stark gestiegen. Als die Verwaltung vor 70 Jahren ins heutige Gemeindehaus einzog, zählte Stettlen 800 Einwohner, heute sind es rund 3000. Erwartet wird ein deutlicher Anstieg, wenn das Projekt «Bernapark» realisiert ist.

Der Baukredit fürs Gebäude beträgt 5 Millionen Franken. Der Betrag werde sicher unterschritten, sagt Verena Zwahlen. Ganz ohne Misstöne ging das Geschäft «neues Gemeindehaus» nicht über die politische Bühne. Als die Gemeindeversammlung vor 3 Jahren über den Kredit befinden musste, wurden Stimmen laut, der Bau sei zu teuer, und es wurde von einem zu luxuriösen «Gemeindepalast» gesprochen. Trotzdem stimmten die Stettler schliesslich mit 98 zu 58 Stimmen dem Kredit zu. Als Sieger des Architekturwettbewerbs ging das Projekt des Büros Ernst Gerber Architekten, Bern, hervor.

Nächste Woche zügelt die Verwaltung mit ihren acht Angestellten und zwei Lernenden ins neue Gebäude. Ab 30. Juni herrscht am neuen Standort wieder Normalbetrieb.

Tag der offenen Tür:Am Samstag, 10 bis 15 Uhr; Bernstrasse, neben der Post. Die Gemeindeverwaltungist wegen des Umzugs nächste Woche von Montagmittag bis Mittwochabend geschlossen.

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