Vernünftig und souverän – warum nicht gleich so?

Bern

Mirjam Messerli, Ressortleiterin Stadt Bern, über die Rettung des Rot-Grün-Mitte-Bündnis.

Die SP hat das bereits für tot erklärte Rot-Grün-Mitte-Bündnis wiederbelebt. Die mächtigste Partnerin des RGM-Trios und grösste Stadtberner Partei macht den grösstmöglichen Schritt, damit das Bündnis weiterleben kann: Sie lässt drei Kandidaturen für das Stadtpräsidium zu. Es ist aus rot-grüner Perspektive der richtige Schritt.

Die SP handelt nicht aus reiner Grosszügigkeit gegenüber GB und GFL so. Sie handelt schlicht vernünftig. Denn als Alternative blieb noch, dass alle drei Par­teien allein in die Gemeinderatswahlen steigen. Die rot-grüne Mehrheit in der Regierung wäre gefährdet gewesen – und das in der linksten Stadt der Schweiz.

Die SP handelt souverän. Unverständlich bleibt, weshalb die wählerstärkste Partei für diesen Schritt erst derart unter Druck geraten musste. Mit ihren Versuchen, weitere Stapi-Bewerbungen aus dem RGM-Pool zu verhindern, brachten die Sozialdemokraten nicht zuletzt ihre eigene Kandidatin Ursula Wyss in eine unangenehme Rolle.

Langsam ist man der Personalfragen überdrüssig. Seit Monaten feilschen die Bündnispartner darum. Was für die Stadt und ihre Bewohner aber viel wichtiger ist: Weshalb soll man Rot-Grün wählen? In welche Richtung will RGM, Ausgabe 2016, Bern bewegen? Solche Fragen sind ob der Machtspielchen völlig in den Hintergrund geraten. Jetzt ist es Zeit für Inhalte.

Mail: mirjam.messerli@bernerzeitung.ch

Berner Zeitung

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