Stadt Bern

Vereinbarung mit YB und SCB wird verlängert

Stadt BernDie beiden städtischen Grossclubs be­teiligen sich in den nächsten vier Jahren im bisherigen Umfang an den Sicherheitskosten.

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In den letzten vier Jahren lieferten YB und SCB bei jedem Heimspiel pro Eintritt grundsätzlich 1.50 Franken als Beitrag an die Polizeikosten ab. Zusätzlich wurde geregelt, dass die Vereine höchstens 60 Prozent der Kosten übernehmen müssen, die über die polizeiliche Grundversorgung hinaus anfallen – ein Wert, den die Clubs reduzieren können, wenn sie gewisse Massnahmen erfüllen, etwa im Bereich Fanarbeit.

Weil beim SCB in den letzten drei Saisons nicht einmal die Grundversorgung ausgeschöpft wurde, musste der Hockeyclub nichts an die Sicherheitskosten beitragen. Aufwendiger war die Polizeiarbeit an den YB-Spielen, was dem Club in den letzten drei Jahren Kosten von insgesamt 1,3 Millionen Franken bescherte.

Zwar erntete dieses Modell im Stadtrat von links und aus der Mitte kritische Kommentare: Es sei nicht in Ordnung, mit Steuergeld kommerziellen Spitzensport zu unterstützen, einzelne Sicherheitsmassnahmen in den Stadien seien grundrechtlich bedenklich, es entspreche nicht dem politischen Willen, wenn ein Verein nun gar nichts mehr an die Sicherheitskosten bezahle.

Letztlich teilte das Parlament aber die Einschätzung des Gemeinderats, dass das Modell auch für die nächsten vier Saisons gelten soll, mit 42 Ja- gegen 6 Nein-Stimmen – allerdings mit vielen Enthaltungen. (hae)

Erstellt: 05.04.2018, 22:42 Uhr

Fanarbeit: Mehr Geld

Fanarbeit beeinflusst das Verhalten von Fans und damit auch die Sicherheitskosten. Bei YB-Spielen betreibt die Fanarbeit Bern Gewalt- und Rassismusprävention, ist Ansprech­partnerin für die Sicherheitsorgane und wirkt deeskalierend auf gewaltbereite Fans ein, schrieb der Gemeinderat gestern in einer Mitteilung. Nachdem die Fanarbeit bisher von der Stadt jährlich mit 30 000 Franken unterstützt worden sei, habe der Gemeinderat den Beitrag für die Jahre 2018 bis 2021 auf 50 000 Franken pro Jahr aufgestockt. Damit vollziehe er einen Beschluss des Parlaments und schaffe eine längerfristige Basis «für eine qualitativ hochstehende Fanarbeit», so der Gemeinderat weiter.pd/hae

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