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Verein Lichtspiel wird mit Kulturpreis geehrt

Der mit 100'000 Franken dotierte Kulturpreis der Burgergemeinde Bern geht 2011 an den Verein Lichtspiel Bern. Ausgehend vom Nachlass des Berner Kinotechnikers und Sammlers Walter A. Ritschard baut der Verein in Bern eine Kinemathek auf.

David Landolf, Geschäftsführer der Kinemathek Lichtspiel, hütet alte Filmprojektoren.
David Landolf, Geschäftsführer der Kinemathek Lichtspiel, hütet alte Filmprojektoren.
Susanne Keller

Kopf des Lichtspiels ist David Landolf. Zusammen mit einem kleinen Kreis von Kino-Enthusiasten sei es gelungen, ein lebendiges, spannendes Museum zu schaffen, schreibt die Burgergemeinde Bern in einer Mitteilung vom Dienstag.

Nach Ritschards Tod begann Landolf mit einem kleinen Team, das Material des Sammlers zu ordnen. Es umfasste etwa 100 Projektoren, 500 Kurzfilme und unzählige Ersatzteile.

14'000 Filmrollen gesammelt

Ende August 2000 wurden die entstaubten Schätze erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Seither wurde das Archiv in einer alten Fabrikhalle im Westen von Bern durch Nachlässe, Schenkung, Leihgaben und Übernahmen von Sammlungen stetig erweitert.

Aufgearbeitet wird alles was mit Film und Kino zu tun hat, unabhängig von Format oder Genre. In einem neu eingerichteten Kühlraum lagern inzwischen rund 14'000 Filmrollen von Wochenschauen über Werbung bis zu Dokumentar- und Musikfilmen.

Ziel des Vereins ist es, Schätze zu bergen und Filme auf die Leinwand zurückzuholen. Der Verein bietet auch Kurse zur Kinogeschichte an und bildet Operateure aus.

Integriertes Kino

Herz des Lichtspiels ist ein 50-plätziges Kino. Hier werden regelmässig Überraschungsprogramme aus dem eigenen Filmarchiv und thematische Retrospektiven mit Filmen aus anderen Archiven gezeigt. Gäste können zudem mit Wunschfilmen das Programm ergänzen. 2011 widmet sich ein Filmzyklus der Südsee.

Der Kulturpreis der Burgergemeinde Bern ist einer der höchstdotierten des Landes. Er wurde zum 23. Mal verliehen. Frühere Preisträger waren unter anderem die Camerata Bern, die Geigenbauschule Brienz, das Swiss Jazz Orchestra oder das Konzertlokal Mühle Hunziken.

Der Preis sei ein «unverhofftes Weihnachtsgeschenk», schreibt das Lichtspiel-Team auf seiner Homepage.

www.lichtspiel.ch

SDA/mau

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