Velobrücke verzögert sich

Bern

Bei der geplanten Velobrücke kommt es zu einer Verzögerung. Grund dafür ist der neue Fahrplan des Stadtrats, der 2017 das Vorprojekt dem Volk vorlegen will.

Aus dem gelben Band soll ein konkretes Bauprojekt werden, das den Breitenrain (links) mit der Länggasse verbindet.

Aus dem gelben Band soll ein konkretes Bauprojekt werden, das den Breitenrain (links) mit der Länggasse verbindet.

(Bild: zvg)

Christoph Hämmann

Die Velobrücke zwischen den Berner Quartieren Breitenrain und Länggasse ist noch lange nicht gebaut. Mitte Mai bewilligte das Parlament zwar einen Kredit, damit ein Wettbewerbs­projekt aus­gear­bei­tet werden kann. Gleichzeitig beschloss es aber, das Volk schon 2017 über ein Vorprojekt abstimmen zu lassen. Der Gemeinderat wollte erst 2020 mit dem fertigen Projekt vors Volk.

Dieser neue Fahrplan hat Folgen, wie aus einem Brief des Tiefbauamts an die Teilnehmer der Partizipation zur geplanten Brücke hervorgeht. Die zusätzliche Volksabstimmung und die gleichzeitig beschlossene Erweiterung des Wettbewerbsperimeters «führen zu Verzögerungen in der Projektplanung und Kostenschätzung», heisst es darin.

A-Projekte und B-Projekte

Die Verzögerung hat in erster Linie Auswirkungen auf den Status des Projekts im Agglomerationsprogramm des Bundes. Dort ist das Projekt als sogenanntes B-Projekt aufgeführt, wie die zuständige Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) auf Anfrage erläutert. Geplant sei aber gewesen, das Vorhaben vom B-Projekt zum A-Projekt anzuheben. Bei A-Projekten wird voraussichtlich in den Jahren 2019 bis 2022 mit dem Bau begonnen – und erst danach bei den heutigen B-Projekten.

«Um ein A-Projekt anmelden zu können, müssen ein realistischer Zeitplan und möglichst präzise Kostenschätzungen vorliegen», sagt Wyss. Aufgrund der neuen Rahmenbedingungen lasse sich die Velobrücke derzeit aber noch nicht ausreichend konkretisieren. «Wir wollen mit den Geldern aus dem Agglomerationsprogramm verant­wortungsvoll umgehen. Das erfordert eine neuerliche seriöse Projektprüfung.»

Laut Wyss hat die Stadt aber das Ziel, das Projekt im nächsten Agglomerationsprogramm wieder als A-Projekt anzumelden. So würden die Mittel zwischen 2023 und 2026 freigegeben. Das könnte am Ende zeitlich passen: Schon im Mai ging man davon aus, dass die Brücke – wenn überhaupt – frühestens ab 2023 gebaut wird.

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