Veganer bündeln Kräfte

Lorraine

Seit Oktober geschäftet der vegane Onlineshop Larada in der ehemaligen Migros am Platanenweg. Nun hat Larada mit einer Marketingagentur für vegane Produkte fusioniert.

Am Donnerstag wurde offiziell, dass Larada und Veeconomy fusionieren. Eindrücke des Apéros. Video: Sidefyn.ch

Claudia Salzmann@C_L_A

Nach zehn Jahren als Genossenschaft fusioniert der vegane Onlineshop Larada mit Veeconomy, einer Vertriebs-, Dienstleistungs- und Marketingagentur für vegane Produkte. Larada geschäftet seit Oktober in den ehemaligen Migros-Räumlichkeiten an der Lorrainestrasse.

«Früher war der vegane Stil im Untergrund, und man musste auf andere Geschäftsmodelle setzen, um zu existieren. Heute hat sich der Veganismus verändert. Deshalb müssen die Geschäftsformen angepasst werden», erklärt Theo Favetto von Veeconomy. Er gründete das Unternehmen vor zwei Jahren mit Antonio Villani. «Wir setzen auf Grosshandel und beliefern etwa das Hiltl in Zürich und die Reformhäuser Ruprecht», erklärt der 43-Jährige.

Neu auch Kleider

Die vegane Kundschaft profitiere bei der Fusion von einer grösseren Produktauswahl. Neu dazu kommt die vegane Kleiderabteilung und folgen soll eine Ernährungsberatung. Dahinter stecken der Verein vegane Gesellschaft Schweiz und die Informationsstelle für pflanzenbasierte Lebensweise Swiss Veg.

«Wir bündeln in der Lorraine die veganen Kräfte der Schweiz», sagt er. Fusionen bedeuten meist Stellenabbau, aber das sei nicht ihr Ziel. «Im Gegenteil: Wir wollen Stellen schaffen», sagt Favetto. Pascal Locher, einer der Mitbegründer von Larada, ist bereits als Geschäftsführer Retail angestellt worden.

Foodtruckflotte ausbauen

Theo Favetto blickt in die Zukunft: Der mobile Foodtruck Unmeat sei an Wochenenden doppelt ausgebucht. Er sei an zwei Tagen bei der ETH Zürich auf dem Hönggerberg und beim Hauptgebäude anzutreffen, war gerade am ersten Berner Foodtruck-Festival und wird zudem am Greenfield Festival präsent sein.

Auch an ein rein veganes Restaurant denkt der Solothurner. Denn Veeconomy startete ursprünglich in Solothurn und ist nun schweizweit tätig. Eine Niederlassung in London ist im Aufbau. Die Fusion mit Veeconomy wurde am Donnerstag in den Larada-Räumen gefeiert.

Unter den Gästen war SP-Stadträtin Patrizia Mordini. «Diesen Ort braucht es, so wird Veganismus im Quartier sichtbar», so die 40-Jährige Sie ist schon ihr halbes Leben Vegetarierin und setzt sich im Berner Stadtrat für vegane Ernährungsthemen ein.

Berner Zeitung

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