Zum Hauptinhalt springen

Vandalen wüten in der Lorraine

Bild der Zerstörung am Sonntagmorgen im Lorrainequartier: Bei mehreren Geschäften an der Lorrainestrasse wurden mutwillig Scheiben eingeschlagen.

In der Nacht auf Sonntag...
In der Nacht auf Sonntag...
Christian Häderli
...haben Unbekannte im Lorrainequartier gewütet.
...haben Unbekannte im Lorrainequartier gewütet.
Christian Häderli
Allem Anschein nach verwendeten die Vandalen zum Teil grössere Wurfgeschosse, um die Scheiben einzuschlagen.
Allem Anschein nach verwendeten die Vandalen zum Teil grössere Wurfgeschosse, um die Scheiben einzuschlagen.
Christian Häderli
1 / 11

Wer am Sonntagvormittag im Berner Lorrainequartier unterwegs war, dem dürfte es nicht entgangen sein: In der Lorrainestrasse wurden in der Nacht auf Sonntag bei mindestens vier Geschäften Scheiben eingeschlagen. Zu Bruch gingen die Scheiben eines Coiffeurladens, vom «Kunst- und Denkraum» Web-Manufaktur, von Veeconomy, der Vertriebs- und Marketingagentur für vegane Produkte sowie, ein paar Schritte weiter, in der Zeppelin-Bar.

Bei einigen Geschäften wurden die Scheiben komplett herausgeschlagen, bei anderen weisen die Fenster Risse und Löcher auf. Offensichtlich wurden teilweise Wurfgeschosse verwendet, damit die Scheiben in die Brüche gingen.

Die Kantonspolizei Bern hat Kenntnis von den Vorfällen. Polizisten haben am Sonntagmorgen zwei grossflächigere Brüche mit Karton abgedeckt, dies beim Coiffeurladen sowie im «Kunst- und Denkraum» Web-Manufaktur. Die Täterschaft ist bisher nicht bekannt. An einem der beschädigten Schaufenster ist ein Hinweis auf die bevorstehende «Antifa»-Demo vom 10. Oktober aufgemalt.

Zum wiederholten Male beschädigt

Besonders ärgerlich dürften die Vorfälle für die Betreiber der Zeppelin Bar sein. Bereits zum wiederholten Mal wurde das Lokal durch Vandalenakte beschädigt.

Ende Juli verkündete Andreas Egli, Geschäftsführer der Zeppelin Bar, gegenüber dem «Bund», dass Gentrifizierungsgegener hinter den Angriffen stecken könnten – also Leute, die sich an der Aufwertung des Lorrainequartiers stören. Damals sprayten die Vandalen in grossen Lettern ‹Yuppies› an die Tür.

Auch bei den aktuellen Vorfällen könnte es sich um ähnliche Tatmotive handeln. Erneut wurden nur Geschäfte beschädigt, die nicht traditionell im Quartier verankert sind, sondern Teil der Aufwertung sind.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch