Knochenfund beim Bahnhof Bern

Bern

Beim Bahnhofumbau in Bern stiessen ­Bauarbeiter auf menschliche Knochen. Verwunderlich ist das nicht.

Unterhalb der Grossen Schanze wurden bei den Bauarbeiten zum Ausbau des Bahnhofs mehrere menschliche Knochen gefunden (Archivbild).

Unterhalb der Grossen Schanze wurden bei den Bauarbeiten zum Ausbau des Bahnhofs mehrere menschliche Knochen gefunden (Archivbild).

(Bild: Christian Pfander)

Ende letzte Woche rückte der archäologische Dienst des Kantons Bern zur Grossbaustelle bei der Schanzenstrasse in Bern aus. Bei Grabungsarbeiten im Rahmen des Bahnhofumbaus waren Bauarbeiter dort auf Knochen gestossen. Eine erste Prüfung ergab: Bei den Funden handelt es sich um Menschenknochen.

Dies berichtete das Newsportal nau.ch Dieser Fund ist jedoch nicht allzu überraschend. Denn laut Archäologe Armand Baeriswyl befand sich auf der Grossen Schanze im 18. Jahrhundert ein Friedhof der Berner Hintersassen. Dabei handelte es sich um Bauern, die von einem Grundherrn abhängig waren. Während jene Bauern und andere rechtlich niedriger gestellten Stadtbewohner auf dem Schanzenfriedhof beerdigt wurden, fanden die privilegierten Berner Burger ihre letzte Ruhe auf dem Burgerfriedhof. Die Funde erstaunten also nicht, im Gegenteil: «Wir haben weniger gefunden als erwartet», sagt Baeriswyl weiter gegenüber dem Newsportal.

Bahnhofbau zerstörte Friedhof

Weite Teile des damaligen Friedhofes wurden bereits durch den Bau des Berner Bahnhofes Ende der sechziger Jahre zerstört. Und vor rund 15 Jahren haben Archäologen bei Bauarbeiten ausserdem noch 95 Skelette ausgegraben. Die neu gefundenen menschlichen Überreste werden nun dem Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern übergeben. Dort werden diese noch eingehend untersucht.

miw

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt