Unruhe bei Skywork

Bern

Ein Kratzer im sonst so glänzenden Image der Fluggesellschaft Skywork: Angestellte kritisieren ihre Arbeitgeberin scharf.

Ein Kratzer im sonst so glänzenden Image der Fluggesellschaft Skywork: Angestellte kritisieren ihre Arbeitgeberin scharf.

Ein Kratzer im sonst so glänzenden Image der Fluggesellschaft Skywork: Angestellte kritisieren ihre Arbeitgeberin scharf.

(Bild: Urs Baumann)

Stephan Künzi

Jung, dynamisch, erfolgreich. So pflegt sich die Berner Fluggesellschaft Skywork in der Öffentlichkeit stets darzustellen. Ungeachtet dessen, dass es ohne das Geld von Präsident und Rolex-Erbe Daniel Borer nicht ginge: Auch heuer wird das Unternehmen rote Zahlen schreiben. Nach dem Minus von 24 Millionen Franken im letzten Jahr soll das Defizit aber nur noch 10 Millionen betragen. 2013 sollen gar schwarze Zahlen möglich sein.

Hohe Fluktuationsrate

Doch nun bekommt das schöne Bild einen argen Kratzer. 25 der rund 180 Angestellten beklagen sich beim Verwaltungsrat über das Betriebsklima. Von «Missmanagement» und «willkürlichen Entlassungen» ist die Rede, besonders kritisiert wird in diesem Zusammenhang die hohe Fluktuationsrate. Wichtige Stellen seien während Monaten nicht besetzt worden, heisst es im Papier, aus dem der «Bund» gestern zitierte.

Zudem gaukle die Werbung niedrige Tarife vor, wo man doch eine Hochpreispolitik betreibe. Probleme gebe es weiter mit dem Flugplan. Die Zeiten seien so eng bemessen, dass schnell geflogen werden müsse. Das erhöhe den Treibstoffverbrauch und die Kosten.

Wogen geglättet

Verfasst worden ist das Papier im Juli – mittlerweile scheinen sich die Wogen zumindest etwas geglättet zu haben. Sogar Leute, die damals unterschrieben hatten, wollten dem «Bund» die Vorwürfe nicht mehr näher erläutern. Skywork-Präsident Borer seinerseits gestand ein, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr einschneidende Veränderungen durchgemacht habe. Gerade auf personeller Ebene, wobei: «Unsere Fluktuation ist normal für ein Jungunternehmen.»

Die meisten Kritikpunkte könne er ohnehin nicht nachvollziehen, betonte Borer. Um gleich anzufügen, dass er das Schreiben nicht als Signal für eine grössere Unzufriedenheit verstehe.

Nun ab Basel

Bei alledem plant Borer mit seinen Leuten den nächsten Schritt: Ebenfalls gestern meldete die «Basler Zeitung», dass Skywork bereits nächstes Jahr von Basel aus diverse Destinationen anfliegen will. Zuerst übers Drehkreuz Bern-Belp, später direkt.

Berner Zeitung

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