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Unbekannter schenkt Kunstmuseum Bern 750'000 Franken

Überraschung für das Kunstmuseum Bern: Ein unbekannter Gönner spendete diesem 750'000 Franken. Noch ist das Geld nicht ausgegeben.

Kunstmuseum-Direktor Matthias Frehner (rechts) kann sich über einen Zustopf von 750'000 Franken freuen. (Archivbild)
Kunstmuseum-Direktor Matthias Frehner (rechts) kann sich über einen Zustopf von 750'000 Franken freuen. (Archivbild)

Ein Unbekannter hat im vergangenen Jahr dem Kunstmuseum Bern 750'000 Franken geschenkt. Damit soll das Berner Museum ein Werk der klassischen Moderne erwerben können. Noch hat die Direktion nicht entschieden, für welches Werk das Geld eingesetzt wird.

Der Direktor der Kunstmuseums Bern, Matthias Frehner, gab die Schenkung an der Jahresmedienkonferenz am Freitag in Bern bekannt und sagte, ein Anwalt habe dem Museum die frohe Kunde überbracht.

Von den Besucherzahlen her war das vergangene Jahr für das Kunstmuseum Bern ein durchschnittliches: 77'725 Eintritte registrierte es. Das ist vergleichbar mit den Jahren 2011 und 2009, liegt aber deutlich hinter dem Jahr 2010, als fast 170'000 Personen kamen.

Anders als in jenem Jahr, als eine grosse Albert-Anker-Ausstellung gezeigt wurden, fehlte im vergangenen Jahr ein «Blockbuster». Das Museum rechnet mit schwarzen Zahlen in der Jahresrechnung.

Hauptausstellung zu Symbolismus

Hauptausstellung des eben angebrochenen Jahrs wird «Mythos und Geheimnis. Der Symbolismus und die Schweizer Künstler». Das Berner Museum will mit dieser Schau aufzeigen, welch zentrale Position die Schweiz im Kontext des Symbolismus einnimmt. Sie wird im April eröffnet.

Auch eine Ausstellung zum Schweizer Marlboro-Mann-Fotografen Hannes Schmid wird zu sehen sein sowie «Das schwache Geschlecht - Neue Mannsbilder in der Kunst». Diese thematische Gruppenausstellung soll laut dem Museum einen Beitrag leisten zur Diskussion um die Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen.

Zudem widmet das Museum zum 150. Geburtstag des Kinderbuch-Künstlers Ernst Kreidolf seinen Werken eine Schau. Sie richtet sich - nach zwei Kreidolf-Ausstellungen in den Jahren 2002 und 2007 zu dessen künstlerischen Wurzeln - nun ausdrücklick an ein Publium, das sich eine Wiederbegegnung mit den beliebten Schöpfungen Kreidolfs wünscht.

Total acht Ausstellungen plant das Museum, darunter auch eine Schau zu aktuellen Schweizer Eisenplastikern und eine zum 200-jährigen Jubiläum der Bernischen Kunstgesellschaft.

Frehner optimistisch zu Erweiterungsbau

Das Kunstmuseum Bern wird im laufenden Jahr auch das Haus mit Wifi ausrüsten. So soll es künftig möglich sein, Informationen auf das Handy herunterzuladen und geführt durchs Haus zu gehen. Zielpublikum ist vor allem die jüngere Generation.

Auch einen Blog will das Museum aufziehen und weitere wichtige Werke per Videoclip im Internet vorstellen.

Frehner sagte im Weiteren, er komme eben von einer Baukommissionssitzung und sei überzeugt, dass im laufenden Jahr ein wichtiger Entscheid gefällt werden könne. Damit meinte er offensichtlich die schon lange gehegten Pläne für einen Erweiterungsbau.

SDA/tag

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