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Tschäppät verteidigt Direktionszuteilung im Berner Gemeinderat

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat die umstrittene Zuteilung der Direktionen verteidigt.

«Im übrigen: Wer Wahlen gewinnt, soll auch etwas davon haben, zum Beispiel das Erstwahlrecht. Das finde ich legitim», so Tschäppät.
«Im übrigen: Wer Wahlen gewinnt, soll auch etwas davon haben, zum Beispiel das Erstwahlrecht. Das finde ich legitim», so Tschäppät.
Keystone

Der Gemeinderat habe sich «ganz den Regeln des Kollegialitätsprinzips entsprechend geeinigt», sagte Tschäppät im Interview mit dem «Bund» vom Samstag. «Im übrigen: Wer Wahlen gewinnt, soll auch etwas davon haben, zum Beispiel das Erstwahlrecht. Das finde ich legitim», sagte Tschäppät. Seine SP-Parteikollegin Ursula Wyss hatte die Grüne Franziska Teuscher im Rennen um die Tiefbau- und Verkehrsdirektion ausgestochen. Zuvor hatte Wyss bei den Wahlen von Ende November das Spitzenresultat erzielt.

Hinter den Kulissen sorgte die Direktionszuteilung für Unmut. Manchen Grünen stiess sauer auf, dass die SP ihrem Bündnispartner eine Schlüsseldirektion entriss und der grünen Gemeinderätin die Direktion für Bildung und Soziales überliess. Dort lassen sich wegen der angespannten Finanzlage des Kantons kaum Lorbeeren holen. Tschäppät wies in dem Interview auch Spekulationen zurück, er wolle sich ab 2015 auf sein Nationalratsmandat konzentrieren, als Stadtpräsident vorzeitig abtreten und so Ursula Wyss den Weg in den Erlacherhof ebnen. «Das ist nicht meine Absicht», beteuerte Tschäppät, «und es hätte gravierende Konsequenzen».

Schliesslich würde der einzige freie Gemeinderatssitz in einer Majorzwahl neu besetzt. Das Rot-Grün-Mitte-Bündnis sei aber in Proporzwahlen stark, betonte Tschäppät. «Wenn die Bürgerlichen mit einer populären Figur wie Christian Wasserfallen anträten, könnte der Sitz verloren gehen.»

SDA/jzu

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