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Trotz Stadionverbot dürfen Fans wieder Spiele besuchen

YB-Fans mit Stadionverbot dürfen unter gewissen Auflagen wieder Fussballspiele im Wankdorf schauen. Das Projekt «2.Chance» wird bei Politikern kontrovers diskutiert.

Insgesamt sind 45 YB-Fans mit einem Stadionverbot belegt. Davon dürfen 31 Fans in den nächsten 3 Jahren kein Stadion betreten, 13 haben ein 2-jähriges Verbot und 1 YB-Fan ist von einem 1-jährigen Stadionverbot betroffen. Die Gründe für die Stadionverbote: Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz, Verstoss gegen die Stadionordnung, Hausfriedensbruch, Verstoss gegen das Waffengesetz. YB hat mit dem Projekt «2.Chance» gute Erfahrungen gemacht. Einzelne Fans können sich für das Projekt bewerben. Seit 2008 haben rund 40 Personen am Projekt teilgenommen. Mehr als drei Viertel haben es erfolgreich abgeschlossen. Die restlichen  Teilnehmer haben es abgebrochen oder wurden ausgeschlossen. «Soweit die Fanarbeit dies beurteilen kann, ist die Rückfallquote tief. Das unterstreicht die Nachhaltigkeit des Projekts», sagt Fanarbeiterin Alexandra Herren.
Insgesamt sind 45 YB-Fans mit einem Stadionverbot belegt. Davon dürfen 31 Fans in den nächsten 3 Jahren kein Stadion betreten, 13 haben ein 2-jähriges Verbot und 1 YB-Fan ist von einem 1-jährigen Stadionverbot betroffen. Die Gründe für die Stadionverbote: Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz, Verstoss gegen die Stadionordnung, Hausfriedensbruch, Verstoss gegen das Waffengesetz. YB hat mit dem Projekt «2.Chance» gute Erfahrungen gemacht. Einzelne Fans können sich für das Projekt bewerben. Seit 2008 haben rund 40 Personen am Projekt teilgenommen. Mehr als drei Viertel haben es erfolgreich abgeschlossen. Die restlichen Teilnehmer haben es abgebrochen oder wurden ausgeschlossen. «Soweit die Fanarbeit dies beurteilen kann, ist die Rückfallquote tief. Das unterstreicht die Nachhaltigkeit des Projekts», sagt Fanarbeiterin Alexandra Herren.
Andreas Blatter
Der SCB sagt  nichts  über die Anzahl Stadionverbote. «Wir geben über unser Sicherheitskonzept, über getroffene Massnahmen wie Stadionverbote und andere Details keine Auskunft», schreibt SCB-Sprecher Christian Dick. Auch über das Projekt  «2.Chance» von Nachbar YB will sich der SCB nicht äussern. «Das steht uns nicht zu», so Dick. Ein solches Projekt sei beim SCB auch nicht geplant.  Auch der SCB setzt auf Dialog: «Wir sind überzeugt, dass sich unsere Fanarbeit im derzeitigen Rahmen bewährt.»
Der SCB sagt nichts über die Anzahl Stadionverbote. «Wir geben über unser Sicherheitskonzept, über getroffene Massnahmen wie Stadionverbote und andere Details keine Auskunft», schreibt SCB-Sprecher Christian Dick. Auch über das Projekt «2.Chance» von Nachbar YB will sich der SCB nicht äussern. «Das steht uns nicht zu», so Dick. Ein solches Projekt sei beim SCB auch nicht geplant. Auch der SCB setzt auf Dialog: «Wir sind überzeugt, dass sich unsere Fanarbeit im derzeitigen Rahmen bewährt.»
Andreas Blatter
Die SC Langnau Tigers sagen nicht, wie viele Fans  aktuell von einem Stadionverbot betroffen sind. Das Projekt «2.Chance» von YB ist aber auch im Emmental ein Thema. «Projekte, wie dasjenige von YB, sind natürlich auch für uns spannend, und wir verfolgen dieses genau», sagt SCL-Tigers-Sprecherin Jasmin Loosli. «Wir sind stets interessiert an Ergebnissen und Erfahrungen, welche andere Klubs mit solchen Projekten sammeln.» So habe etwa auch der FC Basel damit gute Erfahrungen gemacht. Die Langnauer wollen mit ihren Fanverantwortlichen prüfen,  ob ein solches Vorgehen auch für sie infrage kommt. «Die Fanorganisationen rund um die SCL Tigers leisten eine ausgezeichnete Arbeit dafür, die hervorragende Fankultur in Langnau auch in Zukunft zu gewährleisten.» Dies setze einen regelmässigen Austausch und eine offene Kommunikation mit allen Beteiligten voraus. «Das ist aus unserer Sicht die beste Prävention.»
Die SC Langnau Tigers sagen nicht, wie viele Fans aktuell von einem Stadionverbot betroffen sind. Das Projekt «2.Chance» von YB ist aber auch im Emmental ein Thema. «Projekte, wie dasjenige von YB, sind natürlich auch für uns spannend, und wir verfolgen dieses genau», sagt SCL-Tigers-Sprecherin Jasmin Loosli. «Wir sind stets interessiert an Ergebnissen und Erfahrungen, welche andere Klubs mit solchen Projekten sammeln.» So habe etwa auch der FC Basel damit gute Erfahrungen gemacht. Die Langnauer wollen mit ihren Fanverantwortlichen prüfen, ob ein solches Vorgehen auch für sie infrage kommt. «Die Fanorganisationen rund um die SCL Tigers leisten eine ausgezeichnete Arbeit dafür, die hervorragende Fankultur in Langnau auch in Zukunft zu gewährleisten.» Dies setze einen regelmässigen Austausch und eine offene Kommunikation mit allen Beteiligten voraus. «Das ist aus unserer Sicht die beste Prävention.»
Walter Pfäffli
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In zwei Wochen startet die neue Fussballsaison. 45 YB-Fans dürfen die Spiele aber nicht live im Stadion verfolgen – sie sind mit einem Stadionverbot belegt. Je nach Schwere des Delikts haben Fans aber die Gelegenheit, am Projekt «2.Chance» teilzunehmen. «Fans mit Stadionverbot wird die Möglichkeit geboten, während einer bestimmten Zeit, auf Bewährung Heimspiele in Begleitung einer ‹Gotte› oder eines ‹Götti› zu besuchen», sagt YB-Fanarbeiterin Alexandra Herren. «Durch ihr Verhalten auffällig gewordene Stadionbesucher werden so frühzeitig erfasst und haben die Möglichkeit, im Rahmen des Projekts ihr Handeln zu überdenken und sich damit auseinanderzusetzen», sagt Herren.

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